Myopie bei Kindern und Sehstörungen aufgrund der COVID-19-Pandemie?

Autor: Charlie Meier

Die sogenannte Kurzsichtigkeit oder Myopie bei Kindern im Alter von 6 bis 8 Jahren war durch die Sperrungen während der COVID-19-Pandemie laut einer veröffentlichten Studie mit einem signifikanten Anstieg verbunden. Die Forscher untersuchten in einer prospektiven Querschnittsstudie die refraktiven Veränderungen und die Prävalenz dieser Sehstörung. Das Team identifizierte eine erhebliche kurzsichtige Verschiebung der Photoscreenings vom Jahr 2020 gegenüber 2015 und 2019.

Fälle von Myopie bei Kindern während des Lockdowns

nahaunahme vom blauen auge eines kleinen jungen mit brille wegen sehstörung

Die Myopie stellt eine Augenanomalie dar, die in Sehstörungen und verschwommene Sicht aus der Ferne manifestiert. In der Regel ist dieser Sehfehler weit verbreitet und beginnt sich in der Kindheit zu entwickeln, um bis ins Erwachsenenalter voranzukommen. Die chinesische Studie hat jedoch herausgefunden, dass Fälle von Myopie bei Kindern aufgrund der Sperrung in die Höhe geschossen sind. Die Analyse bezieht sich auf den ersten Lockdown zwischen März und Mai 2020. Diese zeigt, dass sich die Zahl der 6-jährigen Kinder, die an dieser Krankheit leiden, vervielfacht hat. Daran soll vor allem geringe Zugang zu Tageslicht schuld sein, so die Studienautoren. Laut ihnen kann der Mangel an Tageslicht ein Faktor für Myopie bei Kindern sein. Dieser Zustand fördert die hohe Produktion von Dopamin, dem Neurotransmitter, der direkt auf die Netzhaut wirkt.

anstieg der fälle von myopie bei kindern während der covid 19 pandemie aufgrund von wenig tageslicht

Bei der Wiedereröffnung der Schulen im vergangenen Juni führte das Forschungsteam Sehtests an 123 555 chinesischen Schülern im Alter von 6 bis 13 Jahren durch. Sie stellten einen Anstieg der Fälle von Myopie im Vergleich zum Vorjahr fest. Zum Beispiel hatten 2019 5,7 % der 6-Jährigen, die an der Studie teilnahmen, Kurzsichtigkeit. Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigten jedoch, dass im vergangenen Jahr jedes sechste Kind an dieser Krankheit litt. Neben dem Mangel an natürlichem Licht gibt es auch andere Faktoren, die zur Entwicklung der Sehstörung beitragen können. Eine der größten ist wohl die starke Verwendung von Bildschirmen während der Pandemie. Bei Kindern im Alter von 9 bis 13 Jahren wurden zwischen 2020 und den Vorjahren minimale Unterschiede hinsichtlich der sphärischen äquivalenten Refraktion und der Prävalenz von Kurzsichtigkeit festgestellt. Für die Autoren dieser Studie wäre eine sorgfältige Planung der Aktivitäten in Innenräumen sowie das Spielen im Freien vorzugsweise nicht einzuschränken.

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