Mittel gegen Osteoporose hemmt die Entzündungsprozesse bei COVID-19

Von Charlie Meier

Forscher haben in einer neuen Studie gezeigt, dass ein Mittel gegen Osteoporose gegen Entzündungen im Zusammenhang mit COVID-19 wirksam ist. Der Wirkstoff des Medikaments Raloxifen konnte Moleküle hemmen, die am durch Sars-CoV-2 verursachten Zytokinsturm beteiligt sind. Patienten mit schweren Symptomen weisen bei einer Infektion mit Coronavirus nämlich erhöhte Konzentrationen an proinflammatorischen Molekülen auf.

Vorhandenes Mittel gegen Osteoporose im Einsatz

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Kürzlich haben Wissenschaftler herausgefunden, dass ein als Bradykinin bekannter Entzündungsmediator diesen Entzündungsprozess auslösen kann, der bei Patienten mit schwerem COVID-19 beobachtet wird und tödlich sein kann. Im Kampf gegen die Krankheit wenden sich Forscher der Umnutzung von bereits vorhandenen Arzneimitteln zu, um schnell eine Therapie bereitzustellen. Diesbezüglich haben die Studienautoren nach Medikamenten gesucht, die so eine Signalübertragung verhindern können. Mithilfe eines virtuellen Wirkstoff-Screenings haben sie entdeckt, dass Raloxifen als Hemmer von Bradykinin wirken kann. Die Studie wurde mit computergestütztem molekularem Design durchgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Hemmung der Signalübertragung von Bradykinin eine geeignete Therapie zur Verhinderung des Zytokinsturms und seiner Folgen sein könnte. Derzeit ist das Arzneimittel Icatibant der einzige Antagonist von Bradykinin, der als Therapeutikum zur Behandlung des hereditären Angioödems zugelassen ist.

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Es wird derzeit eine klinische Studie durchgeführt, um die Vorteile für die Behandlung von COVID-19-Patienten zu bewerten. In der Tat legen vorläufige Ergebnisse einer begrenzten Studie nahe, dass die Hemmung der Signalübertragung mit einem verringerten Sauerstoffbedarf bei COVID-19-Patienten verbunden ist. Dies macht Raloxifen ebenfalls zu einem potenziellen antiviralen Mittel gegen das schwere akute respiratorische Syndrom. In Italien laufen derzeit klinische Studien, die seine Wirksamkeit bei Patienten mit leichten Symptomen testen sollen. Die guten Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass es sich dabei um einen guten Kandidaten gegen COVID-19 handelt. Darüber hinaus erhöhen sich die Chancen, die Formel des Wirkstoffs gegen derartige Infektionen einzusetzen. Damit verbundene klinische Studien werden außerdem nicht so lange wie für ein neues Medikament dauern, da seine Toxizität bereits getestet wurde.

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