Medikament gegen Impotenz schützt Männer vor koronarer Herzkrankheit?

Autor: Charlie Meier

Eine neue Studie ergab, dass Männer mit Herzproblemen davon profitieren können, wenn sie ein Medikament gegen Impotenz wie Viagra einnehmen. Die Untersuchungen haben ergeben, dass Sildenafil (Viagra) das Risiko eines weiteren Herzinfarkts erheblich senkt. Außerdem kann es die Lebensdauer von Männern verlängern, bei denen bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen.

Blutdrucksenkendes Medikament gegen Impotenz als Vorteil fürs Herz

bestehendes medikament gegen impotenz könnte bei männern das leben verlängern

Männer mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße und die aufgrund von Impotenz Viagra erhalten, scheinen laut den Forschern länger zu leben. Bei ihnen ist außerdem das Risiko für einen neuen Herzinfarkt geringer. Dies geht aus einer Studie des Karolinska Institutet in Schweden hervor. Impotenz kann ein Frühwarnzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei gesunden Männern sein. Ärzte behandeln diesen Zustand mit verschiedenen Arzneimitteln wie Phosphodiesterasehemmer, die den Blutfluss stimulieren. Da PDE5-Hemmer den Blutdruck senken, haben Experten Männer mit koronaren Herzerkrankungen bisher aufgrund des Risikos eines Herzinfarkts davon abgeraten. In ihrer neuen Studie versuchten die Forscher, die Wirkung von Alprostadil- und PDE5-Inhibitoren bei Männern mit stabiler Erkrankung der Herzkranzgefäße zu vergleichen. Die Patienten sollten mindestens sechs Monate vor Beginn der Behandlung der erektilen Dysfunktion entweder einen Infarkt, eine Ballondilatation oder eine Bypass-Operation an der Koronararterie gehabt haben. Die Forschung umfasste 16 500 Männer, die PDE5-Hemmer erhielten und knapp 2000, die Alprostadil einnahmen.

arzneimittel wie viagra können männer vor koronaren herzerkrankungen oder erneutem herzinfarkt schützen

Die Studie zeigt, dass die Männer, die PDE5-Hemmer erhielten, länger lebten und ein geringeres Risiko für einen neuen Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Ballondilatation und Bypass-Operationen hatten als diejenigen, die Alprostadil erhielten. Der Schutz war dosisabhängig, so dass das Risiko umso geringer ist, je häufiger die Dosis des PDE5-Inhibitors ist. Dies deutet darauf hin, dass es einen Kausalzusammenhang gibt. Die durchgeführte Analyse kann laut den Studienautoren diese Theorie jedoch nicht eindeutig bestätigen. Um festzustellen, ob es das Medikament gegen Impotenz ist, das das Risiko verringert, mussten die Forscher Patienten zufällig zwei Gruppen zuordnen. Von denen nimmt die eine PDE5 ein, während die andere dies nicht tut. Die Ergebnisse, die diese Studie geliefert hat, geben den Wissenschaftlern einen sehr guten Grund, weitere Untersuchungen durchzuführen. Das Forschungsteam hofft, dass Männer mit koronarer Herzkrankheit diese Angelegenheit künftig mit ihrem Arzt besprechen können.

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