Erektile Dysfunktion nach Covid-19: Beschädigte Blutgefäße bei Patienten

Autor: Charlie Meier

Die Ergebnisse neuer Untersuchungen legen nahe, dass Coronavirus auch erektile Dysfunktion verursachen kann. Forscher fanden Partikel von Sars-CoV-2 im Gewebe von männlichen Geschlechtsorganen, die möglicherweise deren Blutgefäße beeinträchtigten und zu Impotenz führten. Bei den ehemaligen Patienten war die COVID-19-Infektion über sechs Monate zuvor aufgetreten. Weitere Studien ergaben Hinweise auf eine Schädigung der Blutgefäße im Penis von Männern mit Coronavirus, im Vergleich zu gesunden Personen.

Wie Sars-CoV-2 erektile Dysfunktion verursachen kann

coronavirus beschädigt blutgefäße im penis und kann zu impotenz bei männern führen

Die Forscher fanden heraus, dass das Virus die Blutgefäße, die den Penis mit Blut versorgen, befällt und eine erektile Dysfunktion verursacht. Die Blutgefäße selbst funktionieren nicht richtig und können nicht genug Blut liefern, um für eine Erektion in den Penis zu gelangen. Das Team verglich dies dann mit Organschäden in Lunge, Niere und Gehirn, die Ärzte bei Patienten mit Coronavirus gefunden haben. Darüber hinaus glauben die Experten, dass der Penis auf ähnliche Weise dauerhaft betroffen sein könnte. Der neue Bericht konzentrierte sich auf zwei erholte COVID-19-Patienten, die sich wegen ihrer Impotenz einer Penisprothese unterziehen mussten. Beide Männer hatten vor ihren Infektionen eine normale erektile Funktion.

arzt bespricht mit seinem männlichen patienten seine erektile dysfunktion nach covid 19

Einer der Männer war schwer an COVID-19 erkrankt und verbrachte zwei Wochen im Krankenhaus, bevor er sich erholte, war aber ansonsten frei von chronischen Gesundheitsproblemen. Der andere Mann hatte einen relativ milden Krankheitsverlauf, litt jedoch an verstopften Arterien und hohem Blutdruck, bevor er sich infizierte. Es ergibt Sinn, dass COVID-19 Männer auf diese Weise betrifft, da das Virus die Fähigkeit hat, Entzündungen und Schäden der Blutgefäße zu verursachen. Das Forschungsteam warnte jedoch vor Panik, bis weitere Untersuchungen durchgeführt wurden. Die Autoren fordern ehemalige COVID-19-Patienten, bei denen eine erektile Dysfunktion aufgetreten ist, auf, medizinische Hilfe zu suchen. Diese Ergebnisse machen bei zwei Patienten keine Prävalenz, aber die Symptomatik wäre aus der Sicht der Forscher weitere Analysen wert. Darüber hinaus ist dieses Problem nicht vorübergehend und verschwindet nicht von selbst, wie die Ergebnisse bereits gezeigt haben.

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