Mangel an Vitamin D3 doch nicht für schweres COVID-19 verantwortlich?

Autor: Charlie Meier

Eine kürzlich durchgeführte Studie legt nahe, dass der Mangel an Vitamin D3 bei Patienten mit Sars-CoV-2 die Seropositivität nicht beeinflusst. Forscher führten die Kohortenstudie mit Mitarbeitern und ihren Ehepartnern durch. Die Probanden haben sich von August bis November 2020 für einen Test auf SARS-CoV-2-Immunglobulin G (IgG) entschieden. Die Ergebnisse schließen Vitamin-D-Spiegel aus der Periode vor und während der Pandemie ein.

Wirkt sich ein Mangel an Vitamin D3 auf Sars-CoV-2 aus?

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Das Forschungsteam fand heraus, dass 5 Prozent der Teilnehmer seropositiv waren. Sie haben jedoch keine Seropositivität mit einem Vitamin-D-Spiegel von weniger als 20 ng/ml vor oder während der Pandemie in Modellen assoziiert. Die Wissenschaftler haben diese Werte an Alter, Geschlecht, Rasse/ethnische Zugehörigkeit, Bildung, Körpermasseindex, Blutdruck, Raucherstatus und geografische Lage angepasst. Es gab außerdem auch keinen Zusammenhang mit einem Mangel an Vitamin D3 vor oder während der Pandemie. In anderen Analysen waren die Ergebnisse ähnlich. Es wurde eine Assoziation für SARS-CoV-2-Seropositivität mit Adipositas ohne Hochschulabschluss, asiatischen, afroamerikanischen, hispanischen und indianischen oder Alaska-Ureinwohnern sowie einheimischen Hawaiianern und anderen pazifischen Inselbewohnern festgestellt. Inverse Assoziationen haben die Forscher für Bluthochdruck, Rauchen und Aufenthalt im Nordosten und Westen der Vereinigten Staaten beobachtet.

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Diese Ergebnisse stützen also nicht die Hypothese, dass ein Mangel an Vitamin D3 eine entscheidende Rolle bei der Anfälligkeit für SARS-CoV-2-Infektionen spielt, so die Studienautoren. Das verringerte Risiko einer SARS-CoV-2-Seropositivität in diesen Populationen könnte mit einer Risikominderung des Verhaltens verbunden sein. Dies beruht auf dem Wissen, dass Rauchen und Bluthochdruck zu einem schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 führen können. Darüber hinaus fanden die Forscher in dieser Kohortenstudie keine Hinweise auf einen unabhängigen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin D-Spiegeln und SARS-CoV-2-Seropositivität. Obwohl mit dem Coronavirus infizierte Personen zu niedrige Werte des Sonnenvitamins aufwiesen, war der Mangel an Vitamin D3 nicht unabhängig mit dem Risiko einer Seropositivität verbunden. Eine Einschränkung dieser Studie besteht darin, dass das Risiko einer SARS-CoV-2-Seropositivität keine perfekte Messung des Risikos einer SARS-CoV-2-Infektion darstellt. Die Merkmale derjenigen, die sich nicht für serologische Tests entschieden hatten, schienen jedoch denen der Studie ähnlich zu sein.

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