Könnte ein Mangel an Vitamin B12 das Risiko für Depressionen bei älteren Menschen erhöhen?

Von Charlie Meier

Wissenschaftler konnten in einer aktuellen Forschung einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Mangel an Vitamin B12 und einem erhöhtem Depressionsrisiko feststellen. Dabei ging es vor allem um Personen in höherem Alter, die das Forschungsteam 4 Jahre lang überwacht hat. Die Ergebnisse legen jedoch auch nahe, dass ein mangelndes Folat nicht mit der Entwicklung von Depressionen verbunden ist.

Warum ein Mangel an Vitamin B12 depressive Symptome bewirken kann

ältere menschen nach rente leiden oft an depressiven symptomen wegen vitaminmangel

Laut den Studienautoren liefert diese Forschungsarbeit sachdienliche Informationen über Menschen ab 50 mit einem Vitaminmangel, die eventuelle Risiken vorbeugen könnten. Ein Mangel an Vitamin B12 und niedrige Werte an Folsäure sind heutzutage bei älteren Personen nämlich sehr präsent. Die möglichen Ursachen könnten von einer unzureichenden Nahrungsaufnahme bis hin zu altersbedingten Defiziten variieren. Einige der negativen Folgen kategorisieren sich durch Megaloblastenanämie, verminderte kognitive Fähigkeiten oder beeinträchtigte Myelinscheide in den Nervenfasern des Gehirns. Den Zusammenhang zwischen Folsäure oder niedrigem B 12 und Depression im späteren Leben zu erkennen, ist wichtig. Depressionen sind nämlich ein Risikofaktor für funktionelle Verschlechterung, Aufnahme in ein Heim und frühen Tod. Darüber hinaus beobachteten die Forscher, dass Studienteilnehmer mit mangelndem Vitamin B12 ein um 51 % erhöhtes Depressionsrisiko aufweisen.

wie sich ein mangel an vitamin b12 auf das depressionsrisiko auswirkt

Diese Forschungsergebnisse blieben auch nach Kontrolle relevanter Anpassungsfaktoren wie körperliche Aktivität, chronische Krankheitslast, Vitamin-D-Status, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Einnahme von Antidepressiva robust. Darüber hinaus untersuchten die Forscher eine gut charakterisierte Teilnehmergruppe und schlossen eine breite Palette von Störfaktoren ein. Dazu zählten chronische Krankheiten, Medikamente, Lebensstilfaktoren und andere Nährstoff-Biomarker, die einige belastbare Erkenntnisse liefern konnten. Angesichts der Zunahme von Einsamkeit und Depression bei älteren Erwachsenen nach dem Auftreten von COVID-19 Einschränkungen unterstreicht diese Forschung dementsprechend die Bedeutung der Erhöhung einer Vitaminaufnahme oder Ergänzung als Hilfe gegen mögliche Risikofaktoren der Depression bei älteren Menschen. Eine große Stärke dieser Studie besteht außerdem auch darin, dass sie auf einer großen, repräsentativen Stichprobe älterer Erwachsener, die über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet wurden, basiert ist.

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