Leichte Grippe durch Coronavirus in Zukunft: Wie sieht die Prognose aus?

Autor: Charlie Meier

Die meisten Menschen sind sich schon im Klaren, dass COVID-19 entweder eine leichte Grippe oder einen schweren Krankheitsverlauf verursachen kann. Außerdem deuten die Aussichten darauf hin, dass Sars-CoV-2 in naher Zukunft nicht so einfach verschwinden wird. Und selbst wenn, zeigen neue Forschungsergebnisse, dass es sich dann durchaus um eine weitere leichte Krankheit handeln könnte, die Unannehmlichkeiten und Unbehagen mit sich bringt, aber selten zu Krankenhausaufenthalten oder zum Tod führt.

Wird COVID-19 zukünftig eine leichte Grippe sein?

junger mann mit schutzmaske hält einen kleinen globus in der hand als zukünftige prognose für die verbreitung von coronavirus

Die neue Theorie der Wissenschaftler basiert auf den epidemiologischen Mustern, denen zuvor vier weitere Coronaviren folgten. Alle davon sind schon sehr lange im Umlauf. Tatsächlich geht es dabei um eine schon endemische Art von Coronaviren. Dies bedeutet, dass die meisten Menschen im Kindesalter damit infiziert werden und eine Immunität entwickeln, die vor schweren Krankheiten als Erwachsene schützt. Ein Forscherteam modellierte diesbezüglich, was letztendlich in Zukunft passieren könnte, wenn die meisten Menschen in ihrer Kindheit in ähnlicher Weise dem neuen Coronavirus ausgesetzt wären. In den allermeisten Fällen verursachen die endemischen menschlichen Coronaviren (HCoV) nichts weiter als eine Erkältung. Dies bedeutet eine Infektion der oberen Atemwege, so die Studienautoren. Sie fügen hinzu, dass etwa 15 % der Erkältungen oder die leichte Grippe bei Erwachsenen vermutlich darauf zurückzuführen sind. Nur in seltenen Fällen, bei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, lösen sie schwerwiegendere Krankheiten aus. Es ist also wahrscheinlich, dass COVID-19 auf diese Weise verlaufen wird.

neues jahr 2021 sprung von covid 19 in die zukunft als milde und leichte grippe

Die Forscher warnen jedoch davor, dass es keine genaue Prognose geben kann, da die Projektionen zwischen einem und zehn Jahren liegen. Es besteht außerdem immer die Möglichkeit, dass sich das Virus überhaupt nicht so entfaltet. Ein entscheidender Faktor ist, wie schnell sich Sars-CoV-2 in naher Zukunft verbreiten wird. Eine weitere Voraussetzung für Herdenimmunität ist die Impfung. Es bleibt abzuwarten, wie viele Infektionen und/oder Impfungen letztendlich erforderlich sind, um eine starke und dauerhafte Immunität auszulösen. Die Vorstellung, dass Coronavirus tatsächlich endemisch und mild wird, basiert auf der Grundannahme, dass die Krankheit bei den meisten infizierten Kindern und Jugendlichen weiterhin relativ mild oder sogar asymptomatisch verläuft. Eine Möglichkeit für Herdenimmunität besteht darin, die Übertragungsraten so niedrig wie möglich zu halten, bis die Impfung weit verbreitet ist. Im Laufe der Zeit könnte diese Änderung der Manifestation der Krankheit ohne die Impfstoffverteilung auftreten.

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