Warum Eisenmangel im Alter das Risiko für koronare Herzkrankheit erhöht

Von Charlie Meier

In einer Beobachtungsstudie haben Forscher der Universität Hamburg festgestellt, dass Menschen mit Eisendefizit ein höheres Risiko für koronare Herzkrankheit aufweisen. Ungefähr 10 % der neuen Fälle, die im mittleren Lebensalter auftreten, lassen sich darüber hinaus durch Vorbeugung von Eisenmangel verhindern. Allerdings mehren sich die Beweise dafür, dass es einen Zusammenhang gibt. Diese Studienergebnisse bilden dementsprechend die Grundlage für weitere Forschungen, um diese neuen Erkenntnisse zu bestätigen.

Mögliche Ursachen für koronare Herzkrankheit im Alter

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Frühere Studien haben gezeigt, dass bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz ein Eisenmangel mit Komplikationen und Tod verbunden war. Daher wollten die Studienautoren in der aktuellen Forschungsarbeit untersuchen, ob dieser Zusammenhang auch in der Allgemeinbevölkerung zu beobachten ist. Die Studie umfasste 12 164 Personen aus drei europäischen Kohorten. Das Durchschnittsalter betrug 59 Jahre, wobei 55 % der Teilnehmer Frauen waren. Zu Studienbeginn hatten 60 % der Probanden einen absoluten Eisenmangel, während 64 % davon einen funktionellen Eisenmangel aufwiesen. Funktioneller Eisenmangel war mit einem um 24 % höheren Risiko für koronare Herzkrankheit verbunden. Es bestand dabei außerdem eine um 26 % höhere Wahrscheinlichkeit für kardiovaskuläre Mortalität sowie ein um 12 % erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko. Ein absoluter Eisenmangel war jedoch nicht mit höherer Sterblichkeit verbunden. Es gab außerdem keine Assoziationen zwischen dem Eisendefizit und einem Schlaganfall.

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Innerhalb eines 10-jährigen Zeitraums waren 5,4 % aller Todesfälle, 11,7 % der kardiovaskulären Todesfälle und 10,7 % der neu diagnostizierten koronaren Herzerkrankungen auf einen funktionellen Eisenmangel zurückzuführen. Diese Analyse zeigt, dass solche Risiken in den folgenden zehn Jahren nicht aufgetreten wären, wenn der Eisenmangel zu Beginn nicht vorhanden gewesen wäre. Darüber hinaus deutet diese Studie darauf hin, dass Eisenmangel in diesem mittleren Alter beim Großteil der Bevölkerung verbreitet ist. Zukünftige Forschungsarbeiten sollten diese Assoziationen in jüngeren und außereuropäischen Kohorten untersuchen. Wenn sich die Zusammenhänge bestätigen, wäre der nächste Schritt eine randomisierte Studie, in der die Auswirkungen der Behandlung von Eisenmangel in der Allgemeinbevölkerung angepasst und verbessert werden könnte.

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