Wie kalorienarme Getränke mit Süßungsmitteln den Heißhunger beeinflussen

Von Charlie Meier

In einer neuen Studie erhöhten kalorienarme Getränke, die Sucralose enthalten, das Verlangen nach Nahrung sowie die Kalorienaufnahme bei bestimmten Personengruppen. Die Autoren kamen dementsprechend zu dem Schluss, dass solche Süßstoffe auf langer Sicht nicht diätisch wirken, da sie Heißhungerattacken verursachen. Es stellte sich außerdem auch die Frage, ob ein nicht nahrhafter Zuckerersatz wie Sucralose schädlich sein könnte.

So wirken sich kalorienarme Getränke als Diät aufs Gewicht aus

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Für Menschen, die Gewicht verlieren möchten, aber Cola oder andere kalorienreiche, gesüßte Erfrischungsgetränke genießen, kann eine Diätversion mit nahezu null Kalorien eine attraktive Option sein. Die neue Forschungsarbeit legt jedoch nahe, dass Getränke mit kalorienarmen künstlichen Süßstoffen möglicherweise nicht so hilfreich für die Gewichtsabnahme sind. Die Studienergebnisse zeigten, dass der nicht nahrhafte Süßstoff Sucralose (E-955), den viele Diätgetränke als Zutat enthalten, den Heißhunger bei Menschen mit Fettleibigkeit im Vergleich zu Getränken mit Saccharose, einem natürlichen Zucker, erhöht. Keiner der Studienteilnehmer hatte aktuelle medizinische Diagnosen oder eine Vorgeschichte von Essstörungen und Diabetes. Die Kohorte umfasste außerdem eine relativ gleichmäßige Anzahl von Personen mit gesundem Gewicht, Übergewicht und Fettleibigkeit. Dies ermöglichte es den Forschern, mögliche Unterschiede in der Reaktion ihres Körpers auf künstlich gesüßte, kalorienarme Getränke zu identifizieren. Bei einer Sitzung konsumierte jede Person 300 Milliliter eines solchen Getränks, eines mit Zucker gesüßten Getränks oder pures Wasser als Kontrolle.

einen tee in glas mit zucker süßen

Die verwendete Gehirnscans und Blutuntersuchungen zeigten drei signifikante Effekte, die darauf hindeuten, dass Süßstoffe die Begrenzung der Kalorienaufnahme tatsächlich erschweren. Bei Frauen und Personen mit Fettleibigkeit führten diese zu mehr Aktivität in Gehirnbereichen, die mit Appetit und Heißhunger verbunden sind. Im Vergleich zu Saccharose gab es einen Rückgang der metabolischen Hormone, die nach Konsum von Süßungsmitteln das Sättigungsgefühl signalisieren. Nachdem die weiblichen Probanden kalorienarme Getränke konsumiert hatten, aßen sie auch mehr im Vergleich zu Männern. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen und Menschen mit Fettleibigkeit möglicherweise empfindlicher auf künstliche Süßstoffe reagieren. Daher kann das Trinken von künstlich gesüßten Getränken bei diesen Risikogruppen das Gehirn dazu bringen, Hunger zu signalisieren. Diese Studie beginnt, Kontext für die gemischten Ergebnisse früherer Forschungen zu liefern, wenn es um die neuronalen und verhaltensbezogenen Auswirkungen künstlicher Süßungsmittel geht.

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