Wie die kognitive Förderung im Büro das Risiko für Demenz im Alter senkt

Von Charlie Meier

Gehirnaktivitäten, die eine kognitive Förderung stimulieren, wie zum Beispiel Lesen, Schreiben und Rätseln, könnten den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit und Demenz um 5 Jahre verzögern. Dies geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervor, die sich mit den häufigsten Ursachen für Demenzerkrankungen befasste. Die neuen Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeit erscheinen außerdem auch in der Zeitschrift Neurology. Im aktuellen Bericht erklären die Studienautoren, welcher Zusammenhang zwischen intellektueller Stimulation und Demenz besteht.

Neurodegenerative Erkrankungen durch kognitive Förderung vorbeugen

denkaufgaben und kognitive förderung am arbeitsplatz senkt demenzrisiko

Menschen mit geistig anregenden Jobs weisen laut den Studienautoren ein geringeres Demenzrisiko im späteren Leben auf. Konkret brachte die neue Forschungsarbeit die Vorteile der kognitiven Aktivitäten am Arbeitsplatz mit einem verringerten Demenzrisiko in Verbindung. Genauer gesagt handelt es sich dabei um eine Metaanalyse, die bestehende Daten von mehr als 123 000 Personen 17 Jahre lang untersuchte. Das Forschungsteam konzentrierte sich auf die Beziehung zwischen Faktoren, die mit Arbeit und chronischen Krankheiten, Behinderung und Sterblichkeit verbunden sind. Schließlich zeigten die Ergebnisse, dass Menschen, die mehr Denkaufgaben auf der Arbeit lösen mussten, ein geringeres Demenzrisiko hatten. Die Studienergebnisse blieben außerdem auch unter Berücksichtigung der Risikofaktoren für Demenz überzeugend. Die Forscher wiesen jedoch auch darauf hin, dass dieses Verhältnis weder zwischen Männern und Frauen noch zwischen Personen unter und über 60 Jahren variiert. Es scheint aber, dass der Zusammenhang bei der Alzheimer-Krankheit stärker ausgeprägt ist als bei anderen Formen von Demenz.

zwei männer bei einem schachspiel während der pandemie

Die kognitive Förderung war auch mit niedrigeren Konzentrationen von drei Proteinen verbunden, die im Erwachsenenalter mit Demenz in Verbindung stehen. Dies liefert laut den Studienautoren mögliche Hinweise auf zugrunde liegende biologische Mechanismen. Sie gehen davon aus, dass die mentale Stimulation einen niedrigen Gehalt an bestimmten Proteinen aufrechterhält. Diese hindern dementsprechend Gehirnzellen daran, neue Verbindungen zwischen den Neuronen herzustellen. Die Erkenntnisse aus dieser Studie, dass kognitive Stimulation mit niedrigeren Spiegel dieser Plasmaproteine verbunden ist, die möglicherweise die sogenannten Axonogenese und Synaptogenese hemmen und das Demenzrisiko erhöhen, könnten Hinweise auf die zugrunde liegenden biologischen Mechanismen geben.

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