Koffein in der Schwangerschaft führt zu Gehirnveränderungen beim Baby?

Von Charlie Meier

Forscher analysierten Gehirnscans von Kindern und stellten Veränderungen in ihrer Gehirnstruktur aufgrund des Konsums von Koffein in der Schwangerschaft fest. Die Untersuchungen zeigen, dass wichtige Nervenbahnen dadurch verändert werden und später im Leben Verhaltensprobleme verursachen können. Dies sind kleine Effekte, die zu minimalen, aber wahrnehmbaren kognitiven Störungen und langfristigen Auswirkungen führen.

Effekte der Aufnahme von Koffein in der Schwangerschaft

frau konsumiert koffein in der schwangerschaft und riskiert kognitive probleme für ihr kind

Das Ergebnis dieser Studie wird wahrscheinlich die Empfehlung sein, dass Koffein in der Schwangerschaft keine so gute Idee ist. Verhaltensprobleme, Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und Hyperaktivität sind ebenfalls Symptome, die Forscher bei diesen Kindern beobachteten. Das Team fand deutliche Veränderungen in der Organisation der Spuren der weißen Substanz, die Verbindungen zwischen Gehirnregionen herstellen. Dies wurde bei Kindern, deren Mütter angaben, während der Schwangerschaft Koffein konsumiert zu haben, festgestellt. Es ist dabei wichtig darauf hinzuweisen, dass dies eine retrospektive Studie ist, so die Autoren. Frühere Studien haben ebenfalls gezeigt, dass Koffein die Schwangerschaft negativ beeinflussen kann. Es ist auch bekannt, dass ein Fötus nicht über das Enzym verfügt, das zum Abbau von Koffein erforderlich ist, wenn es die Plazenta passiert. Diese neue Studie zeigt also, dass Koffein auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Neuroentwicklung haben kann.

schwangere frau hält ein foto vom ultraschall nach untersuchung des fötus

Die Studienergebnisse geben den Wissenschaftlern einen Ausgangspunkt für zukünftige Forschung. So können sie versuchen, genau zu lernen, wann die Veränderung im Gehirn stattfindet. Die Forscher weisen jedoch auch darauf hin, dass es unklar ist, ob der Einfluss des Koffeins auf das fetale Gehirn von einem Trimester zum nächsten variiert oder wann diese strukturellen Veränderungen während der Schwangerschaft auftreten. Aktuelle klinische Richtlinien versuchen bereits mehr Argumente darüber zu geben, warum die Aufnahme von Koffein in der Schwangerschaft zu begrenzen ist und nicht mehr als zwei normale Tassen Kaffee am Tag überschreiten sollte. Langfristig hoffen die Autoren dieser Studie, eine bessere Anleitung für Mütter zu entwickeln, aber in der Zwischenzeit sollten sie ihren Arzt fragen, wenn Bedenken auftauchen.

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