Neue Studie enthüllt, wie sich ein körperliches Training auf das Gehirn auswirkt

Von Olga Schneider

Viele Studien haben die Bedeutung der Übungen sowohl für die körperliche als auch für die geistige Gesundheit nachgewiesen. Der Psychiater Dr. Arash Javanbakht von der Wayne State University erklärt in einem neuen Artikel wie sich ein körperliches Training auf das Gehirn auswirkt.

1. Ein intensives körperliches Training erzeugt neue Gehirnzellen

Intensives körperliches Training und seine Wirkung auf Gehirn bei Menschen

Die regelmäßigen Übungen verbessern nicht nur Ihre Stimmung, sondern ändern auch die Biochemie des Gehirns. Das Gehirn ist ein plastisches Organ. Dort werden jeden Tag nicht nur neue neuronale Verbindungen gebildet, es werden auch neue Zellen in wichtigen Gehirnbereichen erzeugt. Das geschieht vor allem im Hippocampus, der am Lernen, am Gedächtnis und an der Regelung der negativen Gefühle beteiligt ist. Dr. Javanbakht weist auf ein Molekül hin, das als neurotrophischer Faktor (BDNF) bekannt ist. Es hilft bei der Erzeugung neuer Gehirnzellen. Viele aerobe und hochintensive Übungen erhöhen den BDNF-Spiegel. Durch Tierforschung wurde festgestellt, dass diese Übungen das Verhalten der Gene beeinflussen und zu Veränderungen der neuronalen Verbindungen und deren Funktion führen.

2. Das Training lindert Angstzustände

körperliches Training und seine Wirkung auf Angstzustände

Laut vielen Studien kann das Training Depressionen vorbeugen. Dr. Javanbakht behauptet, dass die Übungen auch die physischen Symptome der Angststörungen lindern können. Das beruht auf der Ähnlichkeit der körperlichen Effekte des hochintensiven Trainings und der Angstzustände: Kurzatmigkeit, Herzrasen und Engegefühl in der Brust. Durch die Verringerung der Basisherzfrequenz könnten die Übungen dem Gehirn einen ruhigeren inneren Zustand signalisieren.

3. Das Training verbessert das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen

Von Collins, Autor und Triatlon Couch erzählte, dass das Schwimmen ihm geholfen hat, ein guter öffentlicher Redner zu werden. „Meine Lunge war durch das Schwimmen an tiefen langsamen Atemzügen gewöhnt und ich konnte besser Präsentationen vorführen. Wer Schwierigkeiten beim öffentlichen Reden hat, sollte regelmäßig trainieren“.

4. Wie kann man mehr trainieren

Dr. Arash Javanbakht erzählt, dass er versuche, seinen Patienten die Übungen wie Pillen zu verschreiben. Er habe die Vorteile davon in mehreren Bereichen ihres Lebens gesehen. Er rät „1) Wählen Sie Übungen, die Ihnen wirklich gefallen. Was einem Menschen guttut, könnte bei einem anderen nicht wirken. 2) Nutzen Sie den Gruppendruck. Nach einem Arbeitstag zum Training zu gehen fällt oft schwer, dann können die Freunde Sie motivieren, indem sie einfach eine Meldung schicken, dass sie schon unterwegs zum Training sind. 3) „Alles oder nichts“ ist kein gutes Prinzip beim Training. Drei Minuten zur Lieblingsmusik tanzen zählt auch. Und 4) Wenn Ihnen die Motivation fehlt, fragen Sie sich: „Wann habe ich es je bereut, Übungen zu machen“?

Zu der Studie

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