Graue Substanz im Gehirn kann aufgrund von COVID-19 verringert werden

Autor: Charlie Meier

Eine neue Studie legt nahe, dass COVID-19 die graue Substanz und ihr Volumen im Gehirn aufgrund des Sauerstoffmangels beeinträchtigen könnte. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten, die während ihrems Krankenhausaufenthalts Sauerstoff benötigten, Veränderungen im Frontallappen aufwiesen. Die reduzierte graue Substanz im Frontallappen hatte bis zu 6 Monate nach der Genesung außerdem auch Verbindungen mit schwererer Behinderungen.

Reduzierte graue Substanz bei Infektion mit Coronavirus

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Das Forschungsteam bewertete die Menge an grauer Substanz, die hauptsächlich aus den Zellkörpern von Neuronen besteht. Diese befindet sich in der äußeren Schicht oder im Kortex des Gehirns. Von insgesamt 120 Personen hatten 58 COVID-19, während 62 nicht damit infiziert waren. Die Wissenschaftler passten die beiden Gruppen nach Alter, Geschlecht und anderen Krankheiten an. Sie fanden Unterschiede zwischen den Patienten mit Sars-CoV-2. Diejenigen, die eine Sauerstofftherapie benötigten, hatten im Vergleich zu den anderen weniger graue Substanz in den Frontallappen ihres Gehirns. Das geringere Volumen der grauen Substanz in den Frontalregionen hatte auch Verbindungen zu schwereren Behinderungen, die bis zu 6 Monate nach der Entlassung aus dem Krankenhaus auftraten. Darüber hinaus hatten Patienten, bei denen während ihrer Krankheit Fieber auftrat, im Vergleich zu denjenigen ohne dieses Symptom eine geringere graue Substanz in den Temporallappen ihres Gehirns.

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Die Studie ergab, dass Stimmungsschwankungen der Verringerung der grauen Substanz in den Frontalregionen des Gehirns zugrunde liegen. Solche neurologischen Komplikationen werden bei Patienten mit COVID-19 zunehmend dokumentiert. Es liegt eine Verringerung der grauen Substanz auch bei anderen Stimmungsstörungen wie Schizophrenie vor. Diese hängt wahrscheinlich damit zusammen, wie die graue Substanz die Funktion der Neuronen beeinflusst. Alle Assoziationen blieben statistisch signifikant, auch nachdem die Forscher bereits bestehende zerebrovaskuläre Erkrankungen berücksichtigt hatten, die Blutgefäße im Kopf, Diabetes und Bluthochdruck betreffen. Sie schreiben, dass die Infektion indirekt die identifizierten Hirnregionen aufgrund von Fieber oder Sauerstoffmangel schädigen kann. Die Autoren dieser Studie können außerdem auch nicht ausschließen, dass die beobachteten Unterschiede in der grauen Substanz durch bereits vorhandenes Übergewicht oder Fettleibigkeit entstanden sind.

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