Geschmacks- und Geruchsverlust bei COVID-19 können 5 Monate dauern

Autor: Charlie Meier

Eine neue Studie zeigt, dass bei Menschen mit COVID-19 bis zu fünf Monate nach der Infektion ein Geschmacks- und Geruchsverlust besteht. Frühere Untersuchungen legen nahe, dass die meisten Patienten in frühen Stadien der Krankheit ihren Geruchs- und Geschmackssinn verlieren. Daher wollten die Forscher untersuchen, wie lange so ein Zustand anhält und wie schwerwiegend dieser bei Infektionen mit Coronavirus ist.

Langes Vorhandensein vom Geschmacks und Geruchsverlust bei Sars-CoV-2

andauernder geschmacks und geruchsverlust bei manchen menschen mit coronavirus

An der Studie nahmen 813 Beschäftigte im Gesundheitswesen teil, die positiv auf COVID-19 getestet wurden. Jede Person füllte einen Online-Fragebogen und einen Heimtest aus. Auf diese Weise sollten der Geschmacks- und Geruchssinn durchschnittlich fünf Monate nach der Diagnose bewertet werden. Die Probanden berichteten über diese Symptome auf einer Skala von 0 bis 10. Null bedeutete überhaupt keinen Sinn, während 10 für einen starken Geschmacks- oder Geruchssinn stand. Die Forscher fanden heraus, dass keine der durchschnittlichen Personen ihren Geruchssinn vollständig wiedererlangte. Insgesamt 580 Menschen haben bei der Erstkrankheit ihren Geruchssinn verloren. Von dieser Gruppe gaben 297 Teilnehmer oder 51 % an, fünf Monate später ihren Geruchssinn noch nicht wiedererlangt zu haben. 134 Teilnehmer oder 17 % hatten bei der Bewertung mit dem Heimtest einen anhaltenden Geruchsverlust.

mitarbeiter im gesundheitswesen mit schutzkleidung greift nach einer probe für patient mit sars cov 2

Im Durchschnitt stuften die Menschen ihren Geruchssinn nach der Krankheit bei sieben von zehn ein, verglichen mit neun von zehn, bevor sie krank geworden waren. Insgesamt 527 Teilnehmer verloren während der ersten Krankheit ihren Geschmackssinn. Von dieser Gruppe gaben 200 Personen oder 38 % an, dass sie fünf Monate später ihren Geschmackssinn immer noch nicht wiedererlangt hatten. 73 Personen oder 9 % waren hartnäckig bei der Bewertung ihres Geschmacksverlustes mit dem Heimtest. Im Durchschnitt bewerteten die Menschen ihren Geschmackssinn nach der Krankheit mit acht von zehn, verglichen mit neun von zehn, bevor sie krank wurden. Diese Studienergebnisse zeigen, dass bei einer Reihe von Menschen mit COVID-19 ein gestörter Geruchs- und Geschmackssinn bestehen bleiben kann,  so die Autoren. Dies unterstreicht die Bedeutung der Nachsorge bei infizierten Personen und die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen, um das Ausmaß der mit Sars-CoV-2 verbundenen neurologischen Probleme zu ermitteln.

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