Forscher entdecken neue genetische Mutation im Spike-Protein des Coronavirus, die besorgniserregend ist

Von Charlie Meier

Eine kürzlich identifizierte neue Variante des Coronavirus namens B.1.1.529 weist eine hochintensive genetische Mutation auf, die für das Immunsystem gefährlicher sein könnte. Darin haben Wissenschaftler 32 mutierte Gene des Spike-Proteins gefunden, von denen mehrere gleichzeitig die Antikörper bei Immunantwort hemmen. Zurzeit gibt es jedoch nur eine Handvoll von Fällen in Südafrika, die auf einen sonderbaren Cluster von immungeschwächten Personen mit HIV hinweisen.

Potenzielle Gefahr durch neue genetische Mutation bei Sars-CoV-2

genetische mutation des coronavirus unter mikroskop könnte antikörper hemmen

Als B.1.1.529 bezeichnet, ist den Wissenschaftlern noch unklar, ob vorhandene Antikörper gut auf die Variante mit 32 Spike-Protein-Mutationen reagieren würden. Darüber hinaus könnte die mutierte Version weitere Krankheitswellen auslösen, indem sie die Abwehrkräfte des Körpers umgeht. Bisher haben die Forscher nur 10 Fälle in drei Ländern durch Genomsequenzierung bestätigt. Die Variante hat jedoch bei einigen davon ernsthafte Besorgnis erregt, da die hohe Anzahl der Mutationen dem Virus helfen können, die Immunabwehr abzuschwächen. Tom Peacock, ein Virologe am Imperial College London, bezeichnete die genetische Mutation auf Twitter als „wirklich schrecklich“. Diese weist eine sehr ungewöhnliche Konstellation von Mutationen auf und unterscheidet sich von den anderen besorgniserregenden Varianten wie Delta. Da es in der Natur von Viren liegt, häufig und willkürlich zu mutieren, ist es nicht ungewöhnlich, dass eine kleine Anzahl von Fällen mit neuen Mutationen auftaucht.

wissenschaftlerin im labor untersucht genetische mutation des coronavirus unter mikroskop

Wissenschaftler werden die neue Variante auf Anzeichen dafür beobachten, ob sie an Dynamik gewinnt und sich weiter verbreitet. Immune Flucht ist nur ein Teil des Bildes dessen, was passieren kann. Zu diesem Zeitpunkt ist es jedoch schwer vorherzusagen, wie übertragbar die neuentdeckte Variante sein wird. Vorerst sollte es genau beobachtet und analysiert werden, aber es gibt erstmal keinen Grund, sich zu viele Sorgen zu machen, es sei denn, die mutierte Version tritt in naher Zukunft häufiger auf. Eine frühere Forschungsarbeit ergab, dass zwei der Mutationen auf B.1.1.529 die Infektiosität erhöhten und die Antikörpererkennung verringerten. Eine unbekannte Schlüsseleigenschaft des Virus ist jedoch seine Infektiosität, da dies anscheinend in erster Linie die Delta-Variante angetrieben hat.

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