Ist das Risiko für schweres COVID-19 bei Menschen genetisch bedingt?

Von Charlie Meier

Eine kürzlich durchgeführte Studie legt nahe, dass die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten wie COVID-19 genetisch bedingt sein könnte. Die DNA-Analyse von Patienten mit Coronavirus zeigte, dass mehrere Eigenschaften des genetischen Codes gemeinsame Merkmale bezüglich der Infektion aufweisen. Darüber hinaus könnten die Studienergebnisse eine Möglichkeit bieten, Personen genetisch auf ihre Anfälligkeit für die Krankheit zu profilieren.

Wie die Merkmale der DNA den Krankheitsverlauf bei Sars-CoV-2 genetisch bedingt machen

anfälligkeit für schweren krankheitsverlauf bei coronavirus könnte genetisch bedingt sein

Die Forscher führten eine genomische Assoziationsstudie sowie Assoziations- und Signalweganalysen auf Genebene mit häufigen und seltenen Varianten des Virus durch. Sie wollten damit herausfinden, warum bestimmte genetische Merkmale bei COVID-19, die mit einigen Stoffwechselwegen des Körpers verbunden sind, häufiger aufgetreten sind. Darüber hinaus identifizierten sie andere Anzeichen und vor allem solche, die mit zellulären Signalübertragungen verbunden sind. Zuvor standen diese jedoch nicht mit einer Virusinfektion im Zusammenhang. Folgearbeiten zur Untersuchung dieser Signalwege können durchaus wichtige pathophysiologische Faktoren im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 und anschließendem COVID-19 aufdecken. Die Analyse könnte außerdem auch dazu beitragen, Menschen zu identifizieren, die anfälliger für die Spätfolgen der Krankheit als andere sind. Dies kann ihnen auf diese Weise helfen, sich besser zu schützen.

mit schutzkleidung angezogene forscher führen eine dna analyse von patienten mit covid 19 durch

Unter den durchgeführten Analysen fand nur die sogenannte Pathway-Analyse basierend auf seltenen Varianten sieben signifikante klinische Behandlungspfade. Angesichts der Daten hat das Forschungsteam berichtet, dass der JAK-STAT-Pfad dr DNA und die Glykolipid-Biosynthese mit einer Virusinfektion, insbesondere einer COVID-19-Infektion, in Verbindung stehen. Darüber hinaus fanden die Studienautoren neue Wege, über die zuvor noch niemand berichtet hat. Darunter sind solche, die mit der zellulären Signalübertragung verbunden sind, wie der NLR-Signalweg. Wie andere Forscher vermutet haben, könnten diese neuen Erkenntnisse über dem Einfluss der Humangenetik auf die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten die Möglichkeit geben, Krankheitsverläufe wie den bei COVID-19 und andere aufkommende Infektionskrankheiten besser zu verstehen. Die Analyse der DNA aus dieser Studie könnte außerdem auch zur potenziellen Entwicklung von Wirkstoffen, Risikostratifizierung und einem besseren Ansprechen auf Therapien und Impfungen führen.

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