Geistig behinderte Menschen und Autisten durch COVID-19 gefährdeter?

Von Charlie Meier

Eine neue Studie zeigt, dass autistische Erwachsene und geistig behinderte Menschen mit diagnostizierten psychischen Erkrankungen mehrere Risikofaktoren bei COVID-19 aufweisen. Laut den Studienautoren ist die Identifizierung solcher Risikogruppen für die Priorisierung von Impfkampagnen, Tests und Distanzierung ganz wichtig. Darüber hinaus kann das Bewusstsein für Risiken bei der Entscheidungsfindung zwecks medizinischer Versorgung dieser Bevölkerungsgruppen helfen.

Höheres Risiko für geistig behinderte Menschen bei Sars-CoV-2

hohes risiko für geistig behinderte menschen bei covid 19 während der pandemie

Die Forscher verwendeten Daten, um zu untersuchen, ob die oben genannten Gruppen mit höherer Wahrscheinlichkeit Risikofaktoren für COVID-19 hatten. Sie stellten fest, dass Faktoren, wie das Leben in einer Wohneinrichtung eine entscheidende Rolle bei der Infizierung mit Coronavirus spielen können. Die Studienergebnisse zeigten außerdem auch, dass Patienten mit Autismus im Vergleich zu neurotypischen Erwachsenen ohne psychische Erkrankungen eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Das Forschungsteam untersuchte Risikofaktoren für COVID-19 bei Erwachsenen im Alter von 20 bis 64 Jahren mit Autismus, geistiger und psychischer Behinderung sowie ohne derartige Erkrankungen. Die Wissenschaftler schätzten die Prävalenz sowie logistische Regressionen für diese Gruppen, um die Wahrscheinlichkeit dieser Risikofaktoren zu ermitteln.

mann hilft älterer frau mit autismus auf der straße mit wasser

Erwachsenen mit psychischen Gesundheitsdiagnosen waren von Risikofaktoren für Ansteckung mit Sars-CoV-2 und schwerere Erkrankungen im Falle einer Infektion eher betroffen. Laut den Studienautoren sollten Pflegekräfte und politische Entscheidungsträger dies zur Kenntnis nehmen und die erforderlichen Maßnahmen treffen. Darüber hinaus ist es für sie wichtig, in die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren, um diese gefährdeten Gruppen zu schützen. Vertrauenswürdige Anbieter mit bereits bestehenden Beziehungen sind möglicherweise in der besten Position, Menschen in dieser Bevölkerungsgruppe bei der Impfung zu helfen. Es sollten außerdem auch Anstrengungen unternommen werden, um aktuelle Informationen über sichere Praktiken bereitzustellen. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass geistig behinderte Menschen ähnliche Chancen wie andere Bevölkerungsgruppen haben sollten. Dies würde sowohl die Infektionsrate reduzieren, als auch schwere Fälle bei COVID-19 verhindern. Diese Hochrisikopopulationen sollten daher von Klinikern anerkannt werden und bei der Impfstoffsuche priorisiert werden.

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