Deutsche Pharmaunternehmen gemeinsam gegen Covid-19 beim Impfstoff

Autor: Charlie Meier

Deutsche Pharmaunternehmen Bayer und CureVac gaben bekannt, dass sie sich bei der Entwicklung und Lieferung des COVID-19-Impfstoffkandidaten zusammengeschlossen haben. Im Rahmen der Vereinbarung wird CureVac in der Lage sein, das Know-how und die etablierte Infrastruktur von Bayer zu nutzen, so die gemeinsame Erklärung.

Deutsche Pharmaunternehmen mit gebündelten Kräften gegen Sars-CoV-2

deutsche pharmaunternehmen kooperieren bei der entwicklung von impfstoff gegen coronavirus

CureVac begann Mitte Dezember 2020 mit den letzten Phase-III-Studien seines Impfstoffkandidaten, an denen mehr als 35 000 Freiwillige in Europa und Lateinamerika teilnahmen. Die Unternehmen gehen davon aus, dass der Deal die weltweite Lieferung von Hunderten Millionen Dosen des Impfstoffs erleichtern wird, sobald die Genehmigungen erteilt wurden. Finanzielle Einzelheiten wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben. Die Vereinbarung wird den beiden helfen, ihren Impfstoffkandidaten noch schneller für so viele Menschen wie möglich verfügbar zu machen. Dies teilte Franz-Werner Haas, Geschäftsführer von CureVac, mit. Der Deal erinnert an den deutschen Impfstoffentwickler BioNTech mit dem US-Riesen Pfizer. Dessen Impfstoff wurde als erster in der Europäischen Union zugelassen. Der potenzielle Impfstoff von CureVac verwendet eine ähnliche mRNA-Technologie wie Pfizer-BioNTech und die Impfung von Moderna. Die letztere wurde kürzlich ebenfalls von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen.

arzt mit gummihandschuhen hält zwei dosen impfungen gegen covid 19

In einem Gespräch sagte der Chef von CureVac, dass die Impfstoffentwicklung des Unternehmens zwar „etwas hinter seinen Mitbewerbern zurückbleibe“, die Dosen jedoch leichter zu lagern seien. Dies liegt daran, dass diese bei normaler Kühlschranktemperatur mindestens drei Monate lang stabil bleiben. Der von Pfizer-BioNTech muss bei minus 70 Grad Celsius aufbewahrt werden. Dies erfordert superkalte Gefriergeräte, während Modernas Kandidat bei minus 20 Grad Celsius haltbar bleibt. CureVac hofft, den Impfstoff noch 2021 vermarkten zu können. Die EU hat bereits 405 Millionen Dosen bestellt. Die Bundesregierung hat im Juni für 300 Millionen Euro eine 23-prozentige Beteiligung an dem Unternehmen übernommen. Außerdem wurde ein Zuschuss von 252 Millionen Euro für die Coronavirus-Forschung gewährt. CureVac machte im März internationale Schlagzeilen, als Gerüchte auftauchten, dass US-Präsident Donald Trump den exklusiven Zugang der USA zu seinem Coronavirus-Impfstoff wünschte, eine Behauptung, die beide Seiten bestritten.

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