CureVac AG: Impfstoff gegen COVID-19 in Phase 3 kurz vor Genehmigung

Autor: Charlie Meier

Das deutsche Biotech-Unternehmen CureVac AG gab am Montag den Beginn der klinischen Studien für seinen Coronavirus-Impfstoff bekannt. Dies geschieht kurz bevor die Zentrale in Tübingen die Genehmigung der Aufsichtsbehörden einholt. Das biopharmazeutische Unternehmen teilte mit, dass mehr als 35 000 Menschen an den Tests in Europa und Südamerika teilnehmen würden.

Kommt die nächstmögliche Impfung von CureVaC AG?

potenzieller kandidat als impstoff gegen coronavirus

Deutschland kämpft gegen eine Explosion neuer Coronavirus-Infektionen und verhängt ab Mittwoch eine teilweise Sperrung. CureVac AG folgt Deutschlands Pharmaunternehmen BioNTech, das in den USA, Großbritannien und Kanada bereits die Zulassung für seinen mit dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelten Impfstoff erhalten hat. Beide Impfstoffe verwenden eine neue Technologie, die auf mRNA basiert. Der Prozess beinhaltet die Injektion einer kurzen Sequenz viralen genetischen Materials, um eine Immunantwort auszulösen. Dies passiert, indem Proteine ​​produziert werden, die gegen das Virus wirken. Das Unternehmen startete Ende September Versuche in der zweiten Phase mit 690 Freiwilligen in Peru und Panama. Die Ergebnisse werden voraussichtlich bald veröffentlicht. Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis berichtete am Montag, dass die Phase-Drei-Studien mit seinem Medikament Ruxolitinib bei der Behandlung schwerer Covid-19-Patienten keine Besserung zeigten. Das Medikament, das unter den Markennamen Jakafi und Jakavi vertrieben wird, wird zur Behandlung von Myelofibrose eingesetzt.

biopharmazeutisches unternehmen curevac ag startet testphase von mRNA impfung

Die Europäische Union hat 225 Millionen Dosen des Kandidaten von CureVac AG mit einer Option für weitere 180 Millionen vorgesehen. Dies erfolgt jedoch erst dann, wenn die Impfung die behördliche Genehmigung erhält. Das Unternehmen ist im Jahr 2020 an der Nasdaq-Börse in New York notiert. 150 Millionen US-Dollar der eingenommenen Mittel sind für die Entwicklung des Impfstoffs bereits zugesagt. CureVac AG machte im März auch Schlagzeilen mit Berichten, dass Präsident Donald Trump versucht hatte, den Vereinigten Staaten die exklusiven Rechte an ihrem potenziellen Impfstoff zu sichern. Sowohl das Unternehmen als auch US-Beamte lehnten die Behauptung ab. Die Berichte lösten jedoch Empörung in Berlin aus und veranlassten Wirtschaftsminister Peter Altmaier, zu erklären, dass Deutschland nicht zum Verkauf steht. Großbritannien startete bereits eine Massenimpfkampagne mit dem Produkt BioNTech-Pfizer, und die USA sollten ebenfalls darauffolgend ihr Programm starten.

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