Coronavirus Ursprung und Wirtstier entdeckt, Forscher finden auch andere verwandte Viren

Autor: Olga Schneider

Sein Auftreten war plötzlich und überraschend: Covid-19 kam zuerst leise und unscheinbar, breitete sich dann aber rasant aus. Aber wie ist es zu einer Pandemie gekommen? Über den Coronavirus Ursprung und das Wirtstier wird seit Monaten gerätselt. Ein internationales Forscherteam suchte nun nach Antworten. Es stellte fest, dass das Virus-Erbgut nicht komplett unbekannt ist und es noch weitere verwandte Viren gibt, die Menschen und Tiere potenziell krank machen können. Die Wissenschaftler veröffentlichten vor kurzem die überraschenden Ergebnisse in der Zeitschrift "Nature".

Coronavirus Ursprung: Forscher rekonstruieren die Virus-Evolution

Das internationale Forscherteam aus Wissenschaftlern aus China, den USA, Belgien und Großbritannien wollte herausfinden, woher das neue Coronavirus stammt und welches das ursprüngliche Wirtstier ist. Zu diesem Zweck nahmen die Forscher die Gene von Covid-19 unter die Lupe und entdeckten dabei ein rekombinantes Material. Sie trennten die verschiedenen Erbgut-Regionen voneinander und suchten nach Ähnlichkeiten mit anderen Viren. Die Wissenschaftler stellten schnell fest, dass das "neue" Coronavirus überhaupt nicht neu ist. Eigentlich gehört es zu einer Viren-Gruppe, die sich vor mehr als 60 Jahren in Fledermäusen und Schuppentieren entwickelte. Experimente zeigten, dass einige Viren dieser Gruppe mit der Membran menschlicher Zellen verschmelzen können. Das bedeutet praktisch, dass diese Viren über einen Wirt die Menschen befallen können.

Coronavirus Ursprung: Vorbeugung könnte zukünftige Pandemien verhindern

Überraschenderweise sind einige Viren aus derselben "Familie" wie Covid-19 den Forschern bereits bekannt. Eines davon wurde vor 7 Jahren bei einer Wildfledermaus entdeckt. Diese Tatsache ist besorgniserregend, denn das bedeutet, dass in Fledermäusen auch andere Viren zirkulieren, die auf Menschen übertragen werden könnten. Um weitere künftige Pandemien mit Viren aus derselben Gruppe zu verhindern, sollten die Fledermäuse also überwacht werden. Nur so können neue Viren schon in der Anfangsphase bekämpft werden, bevor die Situation außer Kontrolle gerät.

Coronavirus Ursprung und Mutationen

Den Forschern zufolge hat das Coronavirus bereits einmal mutiert. Weitere Mutationen sind nicht ausgeschlossen und es kann sein, dass sich das Virus bereits zum zweiten Mal verändert hat. Nach dem neuen Ausbruch der Epidemie in Peking berichteten chinesische Ärzte, dass die Symptome langsamer auftreten. Sie gehen davon aus, dass es sich um eine mutierte Variante des Virus handelt.




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