Die Coronavirus Pandemie führt zu Schlafmangel bei Erwachsenen

Autor: Olga Schneider

Immer mehr Forscher und Mediziner berichten über ein neues Problem, das sich während der Coronavirus Pandemie verstärkt hat. In den USA bezeichnet man das Phänomen mit dem Begriff „Revenge Bedtime Procrastination“. In der Hektik der Coronazeiten bleibt für den Großteil der Erwachsenen keine Zeit für sich selbst. Um sich mal eine Pause zu gönnen und in Ruhe ein Buch zu lesen, zögern die meisten Erwachsenen ihre Schlafenszeit hinaus. Forscher warnen, dass das zu Schlafstörungen führen könnte.

Coronavirus Pandemie führt zum Schlafmangel

Schlafmangel bei Coronavirus Pandemie festgestellt

Das Phänomen ist schon seit einiger Zeit bekannt, denn es kann zu Schlaflosigkeit und Schlafstörungen führen. Der Schlafmangel wirkt sich nicht nur auf die Psyche negativ aus, sondern auch auf den Körper. Gerade in Coronazeiten ist das Arbeiten von Zuhause für viele Beschäftigte zum Alltag geworden. Anfangs sind die Forscher davon ausgegangen, dass das Homeoffice eine positive Wirkung auf die Psyche haben wird. Es hat sich aber schnell erwiesen, dass das nicht stimmt. Viele Menschen arbeiten sogar intensiver und länger im Homeoffice. Für Familien mit Kleinkindern ist der Arbeitstag zu Hause viel anstrengender als im Büro. Der stressige Tagesablauf führt dazu, dass deutlich weniger Freizeit bleibt. Die Abendroutine kommt dann oft durcheinander und viele Erwachsene entscheiden sich, das Schlafengehen zu verschieben und später als gewohnt ins Bett zu gehen.

Coronavirus Pandemie und Schlafprobleme: Was können wir tun?

Schlafmangel während Coronavirus Pandemie

Dr. Ramiz Fargo, der stellvertretende Führer der Abteilung für Schlafprobleme und Schlafstörungen an der Loma Linda Universität erklärt, dass der Schlafmangel schwere Folgen für die Gesundheit haben könnte. Dazu zählen unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Depressionen. Wer unausgeschlafen in den nächsten Arbeitstag startet, neigt dazu, langsamer Entscheidungen zu treffen. Selbst einfache Aufgaben fallen einem schwer. So ist man am Tag weniger produktiv und versucht, die Arbeit durch eine längere Arbeitszeit nachzuholen. So betritt man einen Teufelskreis. Dagegen hilft nur eine gute Zeitplanung und eine feste Abendroutine. Machen Sie alle drei Stunden eine Pause, machen Sie täglich einen kurzen Spaziergang nach der Arbeit.

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