Chinesische Medizin gegen Coronavirus: Helfen traditionelle Mittel?

Von Charlie Meier

In einer Pilotstudie konzentrierten sich Wissenschaftler auf eine kombinierte chinesische Medizin aus 13 traditionellen Arzneimitteln. Diese haben Ärzte zu Beginn des Ausbruchs der Pandemie in China verwendet. Nun wollen die Forscher prüfen, ob die Mischung für COVID-19-Patienten sicher ist, um größere Studien durchzuführen. Kurz nachdem SARS-CoV-2 aufgetaucht war, wandte sich ein Reaktionsteam in Wuhan der traditionellen Medizin zu, um die neue Krankheit zu verstehen und zu behandeln.

Vorhandene chinesische Medizin als Behandlungsstrategie bei COVID-19

traditionelle chinesische medizin im test gegen covid 19

Die resultierende Kombination ist ein neuartiger Cocktail, der aus alten Therapien stammt. Diese Behandlung wurde in Wuhan bereits ausgiebig angewendet, und Krankenhäuser, die Patienten damit behandelten, beobachteten dabei einen signifikanten Erfolg. Während des ersten Ausbruchs wurden jedoch keine formalen klinischen Studien durchgeführt, um wissenschaftlich zu zeigen, ob die Therapie wirksam ist und um ein detailliertes Verständnis der Nebenwirkungen zu erzielen. Kürzlich haben Forscher einen Plan entwickelt, um die in Wuhan verwendete chinesische Medizin zu untersuchen. Das Team versucht somit, den schweren und oft lebensbedrohlichen Symptomen, die bei vielen COVID-19-Patienten auftreten, entgegenzuwirken. Die Mischung enthält komplexe Verbindungen. Von diesen nehmen die Forscher an, dass sie Fieber reduzieren, Viren beseitigen, Husten unterdrücken, Schleim leichter aus der Lunge entfernen, Muskeln der Luftröhre beruhigen und Atemnot lindern. Darüber hinaus wird angenommen, dass ein Inhaltsstoff eine milde gerinnungshemmende Wirkung hat und möglicherweise Blutgerinnsel auflöst. Der Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten besteht jedoch weiterhin.

hängende fledermaus als möglicher überträger des coronavirus in wuhan

Die klinische Studie ist eine Pilotstudie, die vollständig aus der Ferne durchgeführt wird, einschließlich der Einholung einer Einverständniserklärung der Patienten und der Überwachung der Patientenleistung. Während der 12-wöchigen Studie werden die Patienten zufällig einer von zwei Gruppen zugeordnet. Die erste erhält chinesische Medizin und die andere bekommt Placebo. Die Patienten nehmen das in Wasser aufgelöste Arzneimittel oder Placebo 14 Tage lang zweimal täglich oral ein. Das Forschungsteam wird 10 Wochen später mit ihnen Kontakt aufnehmen, um ihre Symptome und ihre Leistung zu beurteilen. Wenn diese Pilotstudie positive Ergebnisse zeigt, können die Autoren zu Phase-II-Studien übergehen. Bei einem Erfolg folgen dann dementsprechend Phase-III-Studien, um die klinische Wirksamkeit zu demonstrieren. Letztendlich hoffen die Forscher zu sehen, dass dieser Therapieansatz das Risiko eines Fortschreitens zu schwerer Krankheit, Krankenhausaufenthalt und Tod bei Menschen mit COVID-19 verringert.

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