Blutverdünnende Medikamente senken Todesrisiko bei moderatem COVID

Von Charlie Meier

Eine frühzeitige gerinnungshemmende Therapie, die blutverdünnende Medikamente einsetzt, kann die Sterblichkeit bei mäßig kranken COVID-19-Patienten nachweislich reduzieren. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, bei der Forscher Heparin verwendeten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verabreichung einer vollen Dosis des Blutverdünners bei Krankenhauspatienten mit Sars-CoV-2 Entzündungsprozesse und Thrombosen stoppt. Darüber hinaus könnte dies das Risiko einer schweren Erkrankung und sogar des Todes signifikant verringern.

Wie sich blutverdünnende Medikamente auf Corona-Infektionen auswirken

forscher verwendet blutverdünnende medikamente gegen todesrisiko bei covid 19

COVID-19 ist durch eine verstärkte Entzündung und eine abnormale Blutgerinnung in den Blutgefäßen, insbesondere in der Lunge, gekennzeichnet. Dies kann manchmal zu schweren Erkrankungen und sogar zu fatalen Folgen führen. Heparin ist ein Blutverdünner, der solche Entzündungen verhindert und die Bildung von Blutgerinnseln deutlich reduziert. Daher haben die Studienautoren das Medikament auf der Intensivstation eingesetzt, um einen Unterschied im primären Endpunkt zu erkennen. Das Team konzentrierte sich auf den Bedarf an mechanischer Beatmung und Notfällen. Die verwendete Therapie hat die Wahrscheinlichkeit eines Gesamttodes mit therapeutischem Heparin um 78 Prozent gesenkt. Die durchgeführte Metaanalyse deutet jedoch darauf hin, dass therapeutisches Heparin ausschließlich bei mittelschwer kranken, hospitalisierten COVID-19-Patienten von Vorteil sein kann.

arzt mit schutzkleidung nimmt blutprobe aus dem finger von patientin mit coronavirus

Die Studienautoren glauben, dass die Ergebnisse ihrer Studie und der Metaanalyse zusammengenommen zu einer Änderung der klinischen Praxis für mittelschwer erkrankte Patienten mit COVID-19 führen sollten. Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus Aufnahme auf der Intensivstation, mechanischer Beatmung oder Tod bis zu 28 Tage. Zu den Sicherheitsergebnissen gehörten schwere Blutungen. Der primäre Endpunkt trat bei 37 von 228 Patienten (16,2 %) mit therapeutischer Volldosis Heparin und 52 von 237 (21,9 %) mit niedrig dosiertem Heparin auf. Das Chancenverhältnis [Odds-Ratio] lag bei 0,69; 95 % Konfidenzintervall [KI] 0,43-1,10, wenn p = 0,12. Vier Patienten (1,8 %) mit therapeutischem Heparin starben gegenüber 18 (7,6 %) mit prophylaktischem Heparin (0,22; 95 % KI 0,07-0,65). Die offene randomisierte internationale multizentrische RAPID-Studie (auch bekannt als RAPID COVID COAG-RAPID-Studie) untersuchte die Vorteile der Verabreichung einer therapeutischen Volldosis Heparin gegenüber einer prophylaktischen niedrigen Dosis bei mäßig kranken Patienten.

Anzeige



Bild einbetten

Code kopieren, um das Bild einzubetten: Großes Bild: Kleines Bild: BB-Code:
Fertig