Blutgefäße im Gehirn trotz Nichtvorhandensein von COVID-19 beschädigt?

Autor: Charlie Meier

Wissenschaftler haben kürzlich geschädigte Blutgefäße im Gehirn von Patienten mit Covid-19-Infektion beobachtet, obwohl sich das Virus dort gar nicht befand. Die Blutgefäßschäden wurden durch die Entzündungsreaktion des Körpers im Post-Mortem-Gehirn von Patienten verursacht. Sie wurden positiv auf Sars-CoV-2 getestet, was darauf hindeutet, dass das Virus das Organ indirekt angreifen kann.

Erleiden Blutgefäße im Gehirn indirekte Schäden bei COVID-19?

ärzte untersuchen blutgefäße im gehirn von patienten mit covid 19

Anfang dieses Jahres zeigten Berichte, dass jüngere Erwachsene, die sich mit dem neuen Coronavirus infiziert hatten, mehr neurologische Symptome aufweisen. Darunter zählen geistige Verwirrung, Kopfschmerzen, Schwindel, unkoordinierte Muskelbewegungen, Krampfanfälle und ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. Dies ist ein Beispiel dafür, wie viel noch zu lernen bleibt, um SARS-CoV-2-Virus vollständig zu verstehen. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Coronavirus auch Hirngefäßverletzungen indirekt verursachen kann. Die Studie untersuchte post mortem Hirngewebeproben von 16 Patienten in New York City und von drei Patienten in Iowa City, die zwischen März und Juli 2020 verstorben waren. Sie wurden vor oder nach dem Tod positiv auf COVID-19 getestet. Die Patienten waren zwischen 5 und 73 Jahre alt. Ihre Krankengeschichte zeigte häufig bereits bestehende Erkrankungen, einschließlich Fettleibigkeit, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck sowie Diabetes.

nahaufnahme vom menschlichen gehirn mit möglichen blutgefäßschäden aufgrund von coronavirus

Um die relevanten Hirngewebe zu untersuchen, verwendeten die Forscher eine Färbemethode namens Immunhistochemie, die die Visualisierung von Proteinen in Zellen und Geweben ermöglicht. Von den 19 Hirngewebeproben wurden 13 abgebildet und 10 zeigten Hirnanomalien. Weitere Analysen zeigten eine Schädigung der Blutgefäße im Gehirn. Bei neun Patienten deutete das Vorhandensein von Läsionen darauf hin, dass es sich um undichte Hirngefäßverletzungen handelte. Es gab auch Anzeichen für ein austretendes Blutprotein namens Fibrinogen im Gehirn. Die Autoren dieser Studie vermuten, dass dies ein Hinweis auf eine Entzündungsreaktion ist, die aus einem aktivierten Immunsystem resultiert, das eine Infektion bekämpft. Interessanterweise wurde SARS-CoV-2 in keinem Gehirngewebe des Patienten gefunden. Die Studienautoren schreiben jedoch, dass es keine Möglichkeit gibt zu wissen, ob das Virus zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden war. Da die Wissenschaftler weiterhin alle Auswirkungen einer COVID-19-Infektion untersuchen, ist es wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

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