Augenhintergrund untersuchen, um Alzheimer-Krankheit zu diagnostizieren

Autor: Charlie Meier

Neue Erkenntnisse von Wissenschaftlern, die bei Patienten den Augenhintergrund untersuchen konnten, legen einen möglichen Zusammenhang mit Alzheimer nahe. Die aktuelle Studie zeigt, wie Bildgebung den Blutfluss im Augenhintergrund misst. Darüber hinaus ermöglicht dies eine nichtinvasive Methode, die früh einsetzende Alzheimer-Krankheit zu erkennen.

Durch Bildgebung den Augenhintergrund untersuchen

augenärztin untersucht patientin mit bildgebungstechnologie während der pandemie

Die Forscher wollten die Idee untersuchen, dass Veränderungen in den Kapillaren der Netzhaut im Augenhintergrund Veränderungen im Gehirn aufdecken können. Diese sind ansonsten nicht nachweisbar und treten üblicherweise vor der Diagnose von Alzheimer oder Demenzerkrankungen auf, so die Studienautoren. Die Forschung umfasste entsprechend 13 Personen mit einer seltenen, genetisch vererbten Form der früh einsetzenden Alzheimer-Krankheit. Diese zeichnet sich durch Mutationen aus, die in drei Genen identifizierbar waren. Eine derartige Form der familiären Alzheimer-Krankheit betrifft ungefähr 1 % aller Patienten mit dieser Erkrankung. Mithilfe einer Bildgebungstechnologie namens optische Kohärenztomographie-Angiographie konnten die Forscher durch Bilder von Blutgefäßen den Augenhintergrund untersuchen. Die Studienteilnehmer waren mit und ohne Mutation, die zur familiären Form der Alzheimer-Krankheit führen konnte. Das Team katalogisierte außerdem auch das Krankheitsstadium für Menschen mit Alzheimer und die kognitiven Fähigkeiten beider Gruppen.

durch bildgebung die kapillaren der netzhaut im augenhintergrund untersuchen und alzheimer erkennen

Die Wissenschaftler stellten fest, dass ein abnormaler Blutfluss durch die kleinsten Gefäße im Augenhintergrund mit den Mutationen der untersuchten Personen korreliert, bei denen ein Risiko für die familiäre Form der Alzheimer-Krankheit besteht. Patienten mit derartigen Anomalien, die keine Anzeichen einer Krankheit aufwiesen, hatten einen ungewöhnlich hohen und heterogenen Blutfluss in den Kapillaren ihrer Netzhaut. Die Forscher glauben, dass dies ein Frühzeichen für entzündliche Veränderungen, die an der Pathogenese der Alzheimer-Krankheit beteiligt sind, sein könnte. Darüber hinaus behaupten die Autoren dieser Studie, dass diese Daten die Annahme stützen, dass Veränderungen im Auge die frühesten Anzeichen einer Hirnkrankheit zeigen können, bevor Symptome vorliegen. Mit weiteren Beweisen aus größeren Studien im Laufe der Zeit glauben sie auch, dass die Methode Klinikern ein Werkzeug für eine frühere Diagnose bieten und eine Intervention ermöglichen könnte, mit der sie den kognitiven Rückgang bei Patienten verlangsamen werden.

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