Neue App hilft, die Covid-19-Infektionsgefahr in verschiedenen Alltagssituationen einzuschätzen

Autor: Olga Schneider

Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts hat zusammen mit Medizinern der Universitätsmedizin in Göttingen  ein neues Computerprogramm entwickelt, das die Covid-19-Infektionsgefahr berechnet. Die Software heißt HEADS. Sie stellt dem Nutzer sechs Fragen und analysiert dann die Ergebnisse durch ein statistisches Verfahren. So kann sie helfen, das Infektionsrisiko in verschiedenen Alltagssituationen einzuschätzen.

Wie funktioniert die neue App zur Berechnung der Covid-19-Infektionsgefahr in Innenräumen?

Covid-19-Infektionsgefahr einschätzen in geschlossenen Räumen

Das neue Coronavirus und seine Mutationen haben im letzten Jahr unser Leben verändert. Mehr als 16 Monate nach dem Ausbruch in China möchten nun immer mehr Menschen einen Weg zurück zur Normalität finden. Die Impfstoffe bieten Infektionsschutz, allerdings wird es noch mehrere Monate dauern, bis alle geimpft sind. In der Zwischenzeit ist deswegen Vorsicht geboten. Schutzmaßnahmen wie Masken helfen, die Pandemie einigermaßen unter Kontrolle zu bringen. Doch viele Menschen möchten wissen, wie hoch die Ansteckungsgefahr in Innenräumen eigentlich ist. Die Antwort ist nicht einfach, denn sie hängt von mehreren Faktoren ab. Die Anzahl der Personen im Raum, ihr Alter, die Anzahl der potenziell Infizierten sowie die Raumgröße können eine Ansteckung begünstigen. Krankheitserreger werden mit der Atemluft in den Raum freigesetzt und je länger man im Raum bleibt, desto mehr Aerosole mit Viren werden eingeatmet. Größere Tröpfchen sind dabei gefährlicher, denn sie tragen eine größere Viruslast. Je größer die Viruslast, desto höher die Gefahr, dass man sie einatmet und sich dabei ansteckt.

Covid-19-Infektionsgefahr berechnen durch neue App

Die Wissenschaftler haben diese Kriterien bei der Entwicklung der App berücksichtigt. Sie sind sich sicher, dass die Software das Risiko realistisch einschätzt. Die neuesten Studien und Daten weisen darauf hin, dass die Ansteckungsgefahr höher ist, je länger man sich in einem Raum mit einem Infizierten aufhält. Das Risiko hängt auch davon ab, ob die Menschen eine Distanz von 2 Metern zueinander einhalten oder nicht.

Die Infektionsgefahr sinkt, wenn man den Raum öfter lüftet und wenn alle einen Mundschutz mit FFP2-Filter tragen.

Infektionsrisiko in verschiedenen Alltagssituationen

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