Ist aktives Vitamin D doch eine potenzielle Therapieoption bei COVID-19?

Von Charlie Meier

Eine aktuelle Forschung zeigt, dass aktives Vitamin D in seinen Formen die Replikation und Ausbreitung von Sars-CoV-2 hemmen könnte. Die neuen Studienergebnisse deuten außerdem auch darauf hin, dass der Körper Lumisterol durch eine chemische Reaktion mit Licht produziert. Dieser kann die Infektion mit COVID-19 ebenfalls effektiv blockieren. Darüber hinaus konnten die beiden Wirkstoffe und die Metaboliten zwei spezifische Enzyme (RdRP und Mrpo) blockieren, die für den Lebenszyklus von SARS-CoV-2 erforderlich sind.

Lumisterol und aktives Vitamin D gegen Coronavirus einsetzen

wie aktives vitamin d einen schweren krankheitsverlauf bei covid 19 verhindern kann

Wissenschaftler konnten in dieser neuen Studie nachweisen, dass neuartige und physiologisch relevante Derivate von Vitamin D und Lumisterol auf gegen ursprüngliche und mutierte Stämme von SARS-CoV-2 wirken. Andere Vorteile des Sonnenvitamins, die Forscher hervorheben, sind die geringen Kosten und der einfache Zugang zu derartiger Supplementierung. Sobald Vitamin D verbraucht ist, wandelt es durch Enzyme, die als Cytochromoxidasen oder CYP-Enzyme bekannt sind, in verschiedene aktive Formen um. Die Autoren dieser Studie behaupten, dass ihre Ergebnisse die Inzidenz von manchen möglichen Mechanismen der Infektion erklären könnten. Niedrige Vitamin-D-Spiegel fördern anscheinend eine Infektion mit COVID-19 sowie einen schweren Krankheitsverlauf bei bestimmten Personen. Dies korreliert mit anderen Studien, die einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und der Schwere von Corona-Infektionen zeigen. Weitere klinische Studien sind geplant, um die Wirksamkeit von Vitamin D und Lumisterol als antivirales Therapeutikum für COVID-19 zu testen.

supplementierung mit derivate bei vitaminmangel gegen sars cov 2

Das Forschungsteam hat ein strukturbasiertes virtuelles Screening einer hauseigenen Bibliothek von Vitamin D3 und seine Analogen durchgeführt. So wollten die Forscher nach affinen Bindungspartnern von SARS-CoV-2 Mpro und RdRP suchen. Dies könnte bei der Entwicklung potenzieller Therapeutika gegen COVID-19 helfen. Sie berechneten zuerst die Bindungsaffinitäten von den verfügbaren Verbindungen in der Bibliothek, wenn sie an SARS-CoV-2 Mpro und RdRP gebunden sind. Dann hat das Team eine Interaktion durchgeführt, um bessere Treffer zu identifizieren. Basierend auf der spezifischen Interaktion identifizierten die Wissenschaftler einen Satz von 10 Derivaten von 35 getesteten Verbindungen. Diese wiesen eine erhebliche Affinität und Interaktion mit dem Zentrum von Sars-CoV-2 auf. Die vorhergesagte Bindung war laut den Autoren dieser Studie im Vergleich zu denen von anerkannten antiviralen Mitteln wie Danoprevir, Lopinavir und Ritonavir ähnlich.

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