Aggressive Parodontitis im Zusammenhang mit schwerem COVID-Verlauf?

Autor: Charlie Meier

Seit seinem Ausbruch hat das Coronavirus Ärzte immer wieder mit seinen gesundheitlichen Auswirkungen überrascht, und aggressive Parodontitis könnte diese verschlechtern. Forscher kennen bereits Pathologien wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und andere. Es stellte sich jedoch neulich heraus, dass aggressive Parodontitis, die ebenfalls eine entzündliche Zahnfleischerkrankung ist, die Teil dieser Liste ist.

Wie wirkt sich aggressive Parodontitis auf den Schweregrad von Corona-Infektionen?

auswirkungen von zahnfleischerkrankungen auf den schweregrad von covid 19

Laut einer neuen Studie besteht bei derartigen Zahnfleischentzündungen ein fünfmal höheres Risiko für schwerwiegende Komplikationen und die Notwendigkeit einer Intubation im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es existiert auch das 9-mal höhere Wahrscheinlichkeit für Todes in solchen Fällen. Andere wissenschaftliche Untersuchungen, die im vergangenen Jahr in Mexiko und im Vereinigten Königreich durchgeführt wurden, bestätigten ebenfalls den Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und der Zahnfleischerkrankung. Diese identifizierten letztere als einen signifikanten Risikofaktor. Darüber hinaus stärkt das kürzlich entdeckte Symptom der „Covid Zunge“, das Schwellungen, Entzündungen und Verfärbungen der Zunge verursacht, die Verbindung zwischen dem Virus und Mundprobleme nur noch weiter. Im Laufe der Jahre sind Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass die Gesundheit der Mundhöhle von deren der Lunge und des Herz-Kreislauf-Systems abhängt.

zahnarzt untersucht aggressive parodontitis bei patientin während der pandemie mit coronavirus

Forscher untersuchen Theorien, dass Menschen mit Parodontitis auch an chronischen Entzündungen leiden, die zu schweren Formen des Coronavirus beitragen. Darüber hinaus sind Zahnfleischprobleme mit dem Vorhandensein bestimmter Bakterien in der Mundhöhle verbunden. Sie sind in der Lage, entzündliche Zytokine zu aktivieren und so eine Reaktion des Immunsystems auszulösen. Wenn sich dies mit dem Kampf gegen das Coronavirus kombiniert, kann ein Zytokinsturm entstehen. Letzteres ist möglicherweise tödlich. Es gibt auch eine zweite Theorie, nach der ACE2-Rezeptoren, die als Eingang für SARS-CoV-2 dienen, im Mund vorhanden sind. Bei Menschen mit einer Zahnfleischerkrankung können diese überaktiv werden, so die Autoren dieser Studie. Dies kann daher die Resistenz gegen das Virus verringern. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um die Beziehung zwischen Coronavirus und Parodontitis, die nicht unterschätzt werden sollte, zu bestimmen.

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