30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich und Küche optimal einrichten mit diesen Tipps
Obwohl 30 Quadratmeter als ausreichend für optimalen Wohnkomfort im Wohnzimmer gelten, kann sich die Fläche als kleine Herausforderung erweisen, wenn man dort unterschiedliche Bereiche unterbringen möchte.
Wohnküchen sind bereits zum Standard geworden, doch auch separate Esszimmer werden eher zur Seltenheit. Nicht nur, weil Wohnungen oft nicht die nötige Raumzahl bieten, sondern auch, weil man die Räume, in denen man die meiste Zeit verbringt, zusammenführen möchte – so lässt sich die produktive und die gemeinsame Zeit mit der Familie wunderbar kombinieren. Damit Wohnen, Essen und Kochen in einem einzigen Raum gut funktionieren, ist die richtige Planung wichtig. Wie kann man das Beste aus einem 30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich und Küche holen?
Inhaltsverzeichnis
Multi-Use-Living im 30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich
Viele Aktivitäten in einem Raum – das kann schnell zu einem chaotischen Ambiente führen. Dabei brauchen wir bei all dem Alltagsstress einen Ruhepol, indem Sie das Auge und der Geist entspannen können. Deshalb ist es wichtig, alle Bereiche optisch voneinander zu trennen. Schafft man separate Zonen, erhält man denselben Effekt wie mit separaten Räumen – nur eben mit mehr Gemeinsamkeit für die Familie. Das klappt mit Farbschemen ganz (jeder Bereich in einem anderen Ton), aber auch mit Teppichen oder Raumteilern. Auch die parallele Anordnung der Möbel ist von Vorteil, denn Asymmetrie kann sehr streng wirken.
Damit Sie in einem 30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich und Küche die Möbel optimal verteilen können, sollten Sie zunächst bestimmen, welcher Bereich und welche Art von Möbeln Priorität haben:
- Sitzen Sie mit der Familie eher im Sitzbereich zusammen oder verbringen Sie mehr Zeit am Esstisch?
- Wo verbringen Sie die Zeit mit Ihren Gästen? Eher im Essbereich oder gemütlich auf dem Sofa?
- Brauchen Sie in der Küche viel Stauraum und Arbeitsfläche oder können Sie hier Kompromisse zugunsten eines größeren Esstischs eingehen?
- Bevorzugen Sie Stühle oder eher eine Kombination mit Sitzbank?
- Steht der Essbereich an einer Wand oder frei im Raum?
- Bevorzugen Sie einen runden Tisch oder soll er eckig und quadratisch oder rechteckig sein?
- Wie viele Personen (inklusive häufiger Besuch) sollen am Tisch Platz haben? Ein ausziehbarer Esstisch ist eine platzsparende Variante, wenn Sie nur ab und zu viele Personen unterbringen müssen.

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Diese allgemeinen Abstände sollten Sie für eine angemessene Bewegungsfreiheit beachten:
- Zwischen den einzelnen Möbelgruppen mindestens 80 bis 100 cm, damit man bequeme Laufwege hat.
- Um Türen herum 70 cm, damit diese sich problemlos öffnen lassen.
Was bei 20 qm zu beachten ist, erfahren Sie hier.
Multifunktional muss es bei einem kleinen Raum sein
Die richtige Raum- und Möbelplanung ist essenziell, wenn es um offene Wohnräume geht. Ist ein größeres Sideboard für Stauraum notwendig, kann der Tisch nicht so groß ausfallen. Legen Sie jedoch Wert auf einen großen Tisch, müssen Sie eventuell an der Couchgröße einsparen. Oder vielleicht doch nicht?
Multifunktionalität kann bei Platzmangel äußerst praktisch sein. Es gibt beispielsweise Kücheninseln mit integriertem Esstisch, der auch als Frühstückstheke genutzt werden kann. Eine klassische, platzsparende Option sind natürlich auch die guten alten ausziehbaren Esstische, die im Alltag ihre kleine Größe behalten und sich bei Bedarf in ihrer vollen Größe präsentieren.
1. Ein einladender Essbereich mit dem perfekten Esstisch
Lassen Sie sich Ihren Esstisch nach Maß erstellen, können Sie ihn perfekt an die Raumgröße und Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen: nicht zu groß für den verfügbaren Platz und im Vergleich zu den restlichen Möbeln, aber auch nicht zu klein für die Familie und Ihren Besuch.
Ein runder Tisch sowie ein ausziehbares Modell sind platzsparender. Letzterer ist außerdem immer an die Bedürfnisse anpassbar. Um Zonen zu kreieren, können Sie einen großen Teppich unter den Tisch legen. So wird der Bereich optisch von den anderen abgetrennt, ohne den offenen Wohnstil zu stören. Ein Platz in der Nähe eines Fensters ist zu empfehlen, denn ausreichend Licht am Tage ist immer von Vorteil.
Beachten Sie diese Abstände:
- Am Tisch braucht jede Person etwa 60 cm Platz.
- Für die Tiefe gelten mindestens 40 cm.
- Zwischen Tischplatte und Stuhl braucht man 30 cm Platz für die Beine.
- Hinter den Stühlen sind 60 bis 80 cm, noch besser sogar 90 cm, wie der Einrichtungsratgeber Houzz erklärt, einzuplanen, damit man diese zum Setzen und Aufstehen nach hinten schieben kann.
Sonderfall: Arbeitsbereich im 30 qm Wohnzimmer einrichten
Ob maßgeschneidert oder nicht, arbeiten Sie im 30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich, haben aber nicht den Platz für einen separaten Arbeitsbereich, muss der Esstisch eben herhalten. Und das ist auch absolut kein Problem, wenn Sie ihn an Ihre Bedürfnisse anpassen und das gilt auch für das nötige Zubehör:
- Lampen mit Tageslicht
- ergonomische Sitzkissen
Auch Esstisch und Stuhl sollten eine geeignete Höhe haben, beziehungsweise aufeinander abgestimmt sein, um Komfort und eine gesunde Sitzposition zu gewährleisten. Wundern Sie sich nicht, wenn selbst die Kinder lieber Ihre Hausaufgaben im offenen Essbereich erledigen als im Kinderzimmer.
2. Wohnbereich gestalten
Der zweite wichtige Bereich ist die Lounge mit Sofa, der üblicherweise auch einen Couchtisch und den Fernseher enthält. Sideboards, Lowboards, Regale und Dekorationen an den Wänden füllen den Rest und sollten gekonnt gewählt und verteilt werden, um alle Bedürfnisse abzudecken, ohne den Raum zu überfüllt wirken zu lassen. Möbel stehen meistens an den Wänden, können jedoch, wenn die Raumfläche im Vergleich zu den restlichen Möbelstücken es zulässt, auch frei im Raum stehen. Manch einer bevorzugt beispielsweise ein Sofa als Raumteiler. Auch Sideboards sind gut geeignet, um einen Raum optisch zu unterteilen. Denken Sie auch hier eventuell an einen großen Teppich zum Kreieren einer Zone.
In Bezug auf das Licht kann es hier auch etwas gedämmter sein. Für den Fall, dass Sie öfter auf der Couch lesen, können Sie eine Stehlampe oder eine andere Leuchte in der Nähe platzieren, die bei Bedarf eine bessere Beleuchtung ermöglichen.
Empfehlenswert sind im Wohnbereich diese Abstände:
- Zwischen Sofa und Couchtisch: 40 bis 50 cm
- Zwischen Sofa und Fernseher: je nach Zollgröße des TVs zwischen 2 und 3 Meter
- Regale und Sideboards: mindestens 40 cm zu angrenzenden Möbelstücken
Noch herausfordernder sind 15 qm. Was man hier beachten kann, erfahren Sie in diesem Artikel.
3. Die offene Wohnküche im 30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich
Eckküche, Küchenzeile, mit oder ohne Insel: Abgesehen vom Küchenstil müssen Sie bei einem 30-qm-Wohnzimmer mit Essbereich auch überlegen, wie lang die Küchenzeile sein soll, beziehungsweise wie viele Schränke Sie brauchen werden und dies auf den Esstisch und alle anderen umliegenden Möbelstücke abstimmen. Eine große Kochinsel und ein großer Esstisch werden platztechnisch in einem Raum dieser Größe wahrscheinlich nicht miteinander harmonieren (es sei denn, Sie sparen eventuell an der Couchgröße). Überlegen Sie also, welches von beiden Ihnen wichtiger ist. Reicht Ihnen vielleicht auch eine kleinere Insel oder sogar die Arbeitsflächen der Küchenzeile? Oder sind Sie sowieso nur eine dreiköpfige Familie, der ein quadratischer Esstisch ausreichen würde, während Sie es sich mit Besuch auch auf dem Sofa bequem machen können?
Das sind die nötigen Abstände:
- Von den Küchenschränken aus messen Sie mindestens 90 cm ab. 120 wären sogar noch besser. So können Sie sich beim Arbeiten in der Küche frei bewegen.
- Haben Sie sich für eine Kücheninsel entschieden, muss diese in einem Abstand von 100 bis 120 cm zu den Schränken stehen. Dann können Sie auch Schubläden und Schranktüren problemlos öffnen.
Wie Sie die Aufteilung im kleinen Raum am besten planen

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Nicht jeder hat die Fantasie, leeren Raum gedanklich zu planen. Das muss man auch nicht, denn es gibt nützliche Raumplaner, die Sie online nutzen können. Aber auch ganz altmodisch (doch effektiv) klappt das auch auf dem Papier sehr gut. Zeichnen Sie den Grundriss Ihres 30-qm-Wohnzimmer mit Küche und Essbereich auf und beginnen Sie, ihn “einzurichten”.
- Fügen Sie als Erstes jene Möbelstücke hinzu, von denen Sie sicher sind, wie groß sie sein werden und an welchen Stellen Sie sich befinden werden (z. B. die Couch und die Küche). Oder vielleicht brauchen Sie ein Sideboard oder ein Regal, die aber nur an bestimmten Wänden stehen können, weil woanders Säulen oder Fenster beispielsweise im Weg sind.
- Jetzt erhalten Sie eine Vorstellung davon, wie viel Platz Ihnen für den Rest zur Verfügung stehen wird.
- Dann notieren Sie all die Möbelstücke, bei denen Sie keine Kompromisse eingehen möchten und fügen Sie Ihrer Skizze hinzu – wenn Sie beispielsweise Wert auf einen großen Esstisch legen oder Sie unbedingt auch eine Kücheninsel haben möchten.
- Jetzt haben Sie den Raum wieder etwas aufgefüllt und können überlegen, wo Sie weitere Möbelstücke hinzufügen, wo Sie die bereits hinzugefügten eventuell etwas verschieben oder in ihrer Größe verändern könnten oder müssten. Denken Sie dabei an die oben aufgelisteten Mindestabstände.
- An die Dekorationen denken Sie am besten erst dann, wenn Sie den Wohnraum offiziell eingerichtet haben.
Wichtige Abstandsregeln für Dekorationen:
- Hängeleuchten, die über dem Esstisch hängen: 60 bis 70 cm über der Tischplatte
- Spiegel: mindestens 50 cm oberhalb von Möbeln
- andere Wanddekorationen wie Bilder: mindestens 50 cm
Die Abstände der Wanddekorationen und Spiegel sind an sich keine Pflicht. Jedoch sorgen sie dafür, dass ein lockeres und weniger strenges Ambiente entsteht.