Orchideen Wurzeln schneiden, kürzen oder doch stehen lassen? So pflegen Sie die Wurzelballen richtig!

von Olga Schneider
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Die blühfreudigen Orchideen sind pflegeleichte und robuste Pflanzen. Das einzige, worauf man achten sollte, sind gesunde Orchideen Wurzeln. Regelmäßiges Umtopfen und das Entfernen von faulen Stellen halten die Pflanzen fit und sorgen für eine Blütenpracht. Wir erklären, in welchen Fällen Sie die Wurzeln komplett abschneiden und in welchen – stehen lassen sollten.

Die Orchideen Wurzeln beim Umtopfen auf Anzeichen von Krankheiten und Pflege-Fehlern prüfen

durchgewachsene Wurzeln Orchidee umtopfen

Sie sind wunderschöne Exoten mit filigranen Blüten: Die Orchideen haben sich in die Herzen der Hobby-Gärtner hineingeschlichen und zieren mittlerweile jede zweite Fensterbank. Sie punkten nicht nur mit einer langen Blütezeit, sondern auch mit einer leichten Pflege. Das Einzige, worauf man achten sollte, sind die Wurzelbälle. Die Pflanze wird in der Regel alle zwei Jahre umgetopft. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass der Exot neues Substrat und größeren Topf braucht, sind die vielen Luftwurzeln. Meistens durchwurzelt die Orchidee zuerst die Orchideenerde. Wenn sich die unterirdischen Wurzeln nicht mehr entwickeln können, dann beginnt sie die sogenannten Luftwurzeln zu bilden. Wenn Sie also merken, dass:

  • die Orchidee deutlich weniger Blätter als im vorigen Jahr bildet
  • die Blütezeit kürzer ist oder komplett ausfällt
  • die Pflanze sehr viele Luftwurzeln in den letzten Monaten gebildet hat

dann sollten Sie den Exoten umtopfen und eventuell durch einen Wurzelschnitt verjüngen.

Braune, gelbe und grüne Wurzeln – welche sind gesund und welche müssen abgeschnitten werden?

Orchideen umpflanzen nützliche Tipps

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Je nachdem, welche Farbe die Wurzeln habe, kommen verschiedene Schnittmaßnahmen infrage. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

1. Nehmen Sie die Orchidee samt Substrat aus dem Topf heraus. Lösen Sie die Wurzeln aus dem Substrat.

2. Schauen Sie sich die Wurzelballen an – bemerken Sie braune Wurzeln, dann haben sich die Pflanze zu viel gegossen oder haben das überschüssige Wasser im Untertopf nicht weggeworfen. Es ist Fäulnis entstanden. Dasselbe gilt übrigens, wenn die Wurzeln matschig sind.

3. Wurzeln mit braunen Flecken sind ebenfalls ein Anzeichen eines Pflege-Fehlers. Meistens liegt es am Düngen. Sie haben entweder nicht das richtige Düngemittel verwendet oder die Orchidee überdüngt.

trockene Wurzeln Orchidee retten

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4. Wurzelstränge, die weiß, weißgelb oder hellgrün sind, sind gesund. Schneiden Sie diese nicht ab und kürzen Sie sie nicht! Die Orchidee nimmt Wasser und Nährstoffe über die Luft auf und braucht alle gesunden Wurzeln.

5. Dasselbe gilt übrigens auch für die Luftwurzeln: wenn sie gesund sind, sollten sie bleiben. Selbst wenn die Orchidee im letzten Jahr sehr viele und sehr lange Luftwurzeln gebildet hat: sind sie gesund, werden sie nicht abgeschnitten oder gekürzt.

6. Graue, trockene Wurzeln sind ein Anzeichen dafür, dass die Orchidee zu wenig oder falsch gegossen wurde. Die Wurzeln vertrocknen und können nicht mehr Wasser aufnehmen. In vielen Fällen sieht die Pflanze dennoch gesund aus, weil sie die gesunden Luftwurzeln die Mängel kompensiert haben.

Lesen Sie auch: Viele Luftwurzeln, keine Blüten? So blühen Orchideen wieder!

Die Orchideen Wurzeln kürzen: Anleitung

Orchideen Wurzeln abschneiden wann notwendig

Haben Sie faule oder trockene Stellen an den Wurzeln bemerkt, dann sollten Sie diese beim Umtopfen abschneiden. Gehen Sie dabei wie folgt vor: Lassen Sie die Orchidee ein paar Tage länger ohne Tauchbad im alten Substrat, damit die Wurzeln antrocknen können. So fällt der Schnitt deutlich einfacher. Sie brauchen folgendes Zubehör:

  • eine saubere und scharfe Schere
  • eine Sprühflasche
  • Desinfektionsmittel aus 1 Liter Wasser und 1 ml Wasserstoffperoxid. Vermengen Sie die beiden und füllen Sie die Lösung in die Sprühflasche.

Desinfizieren Sie zuerst die Arbeitsfläche. Nehmen Sie die Orchidee aus dem Topf heraus, lösen Sie die Wurzeln vom Substrat und legen sie auf die Arbeitsfläche. Entfernen Sie zuerst alle trockenen, welken oder kranken Triebe. Lassen Sie die gesunden Triebe stehen. Falls einige Wurzeln faule Stellen haben, können Sie diese ebenfalls abschneiden. Sie brauchen gesunde Luftwurzeln nicht zu kürzen. Besprühen Sie die Schnittstellen mit dem Desinfektionsmittel und lassen Sie sie eine Viertelstunde auf der Arbeitsfläche trocknen. Entsorgen Sie in der Zwischenzeit das alte Substrat, waschen Sie gründlich den Topf und desinfizieren ihn. Dann waschen Sie Ihre Hände, nehmen den neuen Topf, füllen ihn bis zur Hälfte mit Substrat und legen die Wurzelballen in den Topf. Dann decken Sie die Wurzeln mit dem Rest der Orchideenerde ab.

In welchen Fällen soll man die Luftwurzeln einpflanzen?

Orchideen Wurzeln schneiden oder kürzen beim Umtopfen

Wenn die Orchidee nach dem Schnitt nur sehr wenig oder gar keine unterirdischen Wurzeln hat, dann können Sie einen Teil der Luftwurzeln einpflanzen. Senken Sie sie einfach in das Substrat. Sie werden schnell verwurzeln und unter der Erde weiter wachsen. Auch im Falle, dass die Orchidee zu viele Luftwurzeln hat, können Sie einen Teil einpflanzen. Dann sollten Sie aber ein entsprechend großes Gefäß nehmen, denn auch Luftwurzeln brauchen Platz.

Damit die Orchidee nach dem Umtopfen weiterhin wächst und Blüten bildet, ist es sehr wichtig, Pflege-Fehler zu vermeiden.

Olga Schneider

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Olga Schneider ist gelernte Kommunikationswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, enthusiasierte Hobby-Gärtnerin und begeisterte Blogerin in Bereichen Haushalt, Backrezepte und Modetrends.
Olga liebt ihren grünen Garten. Dort hat sie ein Gemüsebeet, mehrere Blumenbeete und eine kleine Rasenfläche. Die positive Erfahrung in ihrer kleinen Gartenoase gab ihr einen richtigen Motivationsschub, ihr Wissen in diesem Bereich durch Kontakt mit Baumschulgärtnern zu vertiefen und mehr über die Zusammenhänge beim Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie bei der Pflege von Blumen und Zierpflanzen zu erfahren. Der Austausch mit Garten-Experten erweiterte ihren Horizont zusätzlich und vertiefte ihr Interesse an der naturfreundlichen Gartengestaltung. Das kreative junge Team von Deavita hat ihr die perfekte Möglichkeit gegeben, ihre neue Leidenschaft mit den Lesern zu teilen.
Neben den Gartenartikeln ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv. Dort teilt sie gerne ihre Erfahrung als Mama und gibt nützliche Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Putzmitteln, sowie zu verschiedenen Putztechniken, mit denen man Zeit und Mühe sparen kann.
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Olga Schneider hat Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienkommunikation absolviert. Während des Studiums hat sie an mehreren multikulturellen Projekten teilgenommen und ein Praktikum in Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Reisen durch Europa haben Ihr Interesse für Architektur und Design geweckt. In ihrer Freizeit gärtnert sie leidenschaftlich und beschäftigt sich gerne mit Gartenkunst.