Laub liegen lassen oder harken: Was ist besser? Das sollten Sie mit den Herbstblättern auf Rasen und Beet tun!

Von Olga Schneider

Jedes Jahr dasselbe – Mit dem Herbst kommt auch das große Laubabwerfen. Bäume, Sträucher und Stauden verlieren ihre Blätter binnen wenigen Wochen. Die abgefallenen Herbstblätter zu sammeln und zu entfernen, kann sich als eine mühsame Aufgabe erweisen. Aber ist das überhaupt notwendig oder kann man sich die Zeit und Mühe doch ersparen. Wir nehmen die Frage, ob man das Laub liegen lassen oder doch harken sollte, unter die Lupe.

Wo im Garten kann man das Laub liegen lassen und wo sollte man es harken?

Laub auf Rasen liegen lassen oder entsorgen

Die Frage, ob man das Laub liegen lassen oder doch entfernen sollte, ist sehr umstritten. Die einen plädieren dafür, die anderen – dagegen. Wobei eigentlich die Antwort sehr einfach ist: Es gibt Bereiche im Garten, wo man die Herbstblätter besser liegen lässt und solche, wo man sie unbedingt aufsammeln sollte.

Laub auf dem Rasen nicht liegen lassen

Die Rasenfläche ist so ein Bereich, der sehr empfindlich auf Herbstblätter reagiert. Wenn es noch ein paar Blätter vom naheliegenden Strauch sind, dann macht es dem Gras nichts aus. Bedeckt allerdings eine Laubschicht den Rasen, dann sollten Sie diese unbedingt entfernen. Die Herbstblätter werden nach und nach zersetzt. In Kombination mit Feuchtigkeit können Sie beim Zersetzen zu faulen beginnen. Diese Fäulnisbildung möchte man als Hobby-Gärtner unbedingt vermeiden. Wenn die empfindlichen Grashalme verfaulen, dann hilft ein Nachsäen im Frühjahr nicht weiter. Sie müssen den Ranzen entfernen und neu anlegen. Eine teure und aufwendige Aufgabe, die man sich ersparen kann.

Laub vom Rasen entfernen: Die Herbstblätter schnellstmöglich entfernen. Ansonsten werden sie nach ein paar Tagen am Boden verkleben und lassen sich dann nur mit speziellen Geräten entfernen. Bis Sie aber den ganzen Rasen von Herbstblättern befreien, können die Gräser ersticken oder verfaulen. Deswegen besagt die Faustregel: So schnell wie möglich handeln. Trockenes Laub können Sie rechen, für nasse Herbstblätter benötigen Sie spezielle Geräte. Mit einem Laubsammler können Sie große Grundstücke schnell von den Herbstblättern befreien.

Herbstblätter auf Gartenwegen und Einfahrten aus Sicherheitsgründen aufsammeln

Laub im Garten liegen lassen oder harken

Herbstblätter, Regen und Natursteinbelag sind keine gute Kombination. Die Rutschgefahr ist zu hoch. Zudem kommt noch, dass man nicht sieht, was sich unter den Herbstblättern versteckt und kleine Gartentiere verletzen könnte. Am besten daher das Laub auf Gartenwegen regelmäßig aufsammeln und entsorgen.

Herbstblätter von Gartenwegen und Terrassen entfernen: Die Herbstblätter von einer Natursteinterrasse zu entfernen, ist keine schwere Aufgabe. Sie brauchen nur ein Laubbesen und etwas Geduld. Anders sieht es aber aus, wenn man einen Kiesweg sauber halten möchte. Bleiben Laubreste zwischen den Kiessteinen, dann bieten sie im Frühjahr Nährboden für Unkraut und Wildkräuter. Ein Laubbläser kann dabei helfen, den Kiesweg von den Blättern zu befreien. Allerdings können Sie das Gerät nur in den vorgegebenen Zeiten verwenden, denn es macht richtig viel Lärm, der weit über das eigene Grundstück zu hören ist. Damit Sie also kein Ärger mit den Nachbarn haben, sollten Sie am besten mit ihnen eine passende Zeit verabreden und nur dann das Gerät anschalten.

Laub auf Beet liegen lassen und als Dünger verwenden

Herbstblätter im Beet liegen lassen empfehlenswert

Im Unterschied zum Rasen, wo es empfehlenswert ist, die Herbstblätter aufzusammeln, kann man das Herbstlaub auf dem Blumen- und Gemüsebeet liegen lassen und so als natürliches Düngemittel verwenden. Wichtig ist vor allem, dass die Laubschicht nicht zu dick ist. Wenn also das Blumenbeet direkt unter einem Laubbaum liegt, dann sollten Sie vielleicht doch zumindest einen Teil der Herbstblätter aufsammeln. Lassen Sie aber eine fingerdicke Laubschicht stehen. Diese bringt folgende Vorteile:

  • Die Herbstblätter schützen die Pflanzenwurzeln vor Frost.
  • Sie verhindern das schnelle Verdunsten des Wassers im Winter.
  • Sie verrotten langsam und wirken daher wie einen natürlichen Langzeitdünger, der nach und nach den Boden mit Nährstoffen versorgt.
  • Die Herbstblätter bieten Schutz für viele nützliche Insekten im Garten. Solche sind zum Beispiel die Regenwürmer, die den Boden lockern.

Laub harken: So entfernen Sie die Herbstblätter schnell und unkompliziert

Herbstblätter sammeln oder wegblasen


1. Die Herbstblätter mit einem Rechen entfernen. Zugegeben: Niemand freut sich, wenn es die Zeit kommt, wieder Laub zu harken. Aber mit den richtigen Gartengeräten und Werkzeugen kann die Aufgabe schneller als sonst erledigt werden. Für kleine Flächen, wie  Blumen- oder Gemüsebeete können das Laub mit dem Rechen entfernen und dann mit einer Schaufel aufsammeln.

2. Laubsauger verwenden: Der Laubsauger mit Benzin ist sehr laut. Ein Gerät mit Elektromotor ist zwar vergleichbar leise, Sie brauchen aber einen Elektroanschluss (Steckdose) in der Nähe.

Die Herbstblätter entsorgen oder kompostieren: Die Möglichkeiten im Überblick

Herbstblätter kompostieren Tipps

Ein Teil der Herbstblätter können Sie kompostieren. Da allerdings das Laub nicht mehr als ein Fünftel aller Kompostbestandteile ausmacht, ist die Menge, die sich zum Kompostieren eignet, eher begrenzt. Ein weiterer, kleiner Teil der Herbstblätter können Sie zum Basteln behalten. Den Rest müssen Sie wie vom Gemeinde vorgegeben verpacken und entsorgen bzw. zu einem speziellen Abholpunkt in Ihrer Nähe bringen. Kleine Mengen können in der Biotonne entsorgt werden. Streng verboten sind dagegen das Verbrennen der Herbstblätter (hohe Brandgefahr und sehr gefährlich!), die Entsorgung im Restmüll (wird mit Bußgeld bestraft) oder in der Natur (ebenso Bußgeld und auf keinen Fall umweltfreundlich).

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