Kann zu viel Cholesterin im Gehirn zur Entwicklung von Alzheimer führen?

Von Charlie Meier

Neue Studienergebnisse zeigen, dass zu viel Cholesterin, das im Gehirn produziert wird, die Bildung von Amyloid-Plaques fördert, die Alzheimer-Krankheit verursachen. Die Autoren fanden dementsprechend heraus, dass die Zellen namens Astrozyten ein Protein herstellen, das für Amyloid Beta verantwortlich ist. Es ist bereits bekannt, dass dies eine klebrige Substanz ist, die sich im Gehirn von Alzheimer-Patienten ansammelt. Darüber hinaus reichert sich das Protein zu unlöslichen Plaques an, die ein Kennzeichen der Krankheit sind.

Wie sich zu viel Cholesterin auf die neurologische Funktion auswirkt

kognitive funktion durch zu viel cholesterin im gehirn gestört

Die neuen Daten zeigen, wie wichtig die Astrozyten und der Transport zu Neuronen für die kognitive Funktion sind, so die Forscher. Diese Erkenntnisse könnten dementsprechend dabei helfen, das Beta-Amyloid zu reduzieren und die Bildung von Plaques zu verhindern. Während zu viel Cholesterin mit verstopften Arterien und Herzerkrankungen in Verbindung steht, spielt es im gesunden Körper eine wichtige Rolle. Der Körper stellt auf natürliche Weise Cholesterin her, sodass er Hormone produzieren und andere wichtige Funktionen ausführen kann. Die neue Entdeckung fügt der Liste der Verantwortlichkeiten von Cholesterin jedoch einen neuen Eintrag hinzu. Die Forschungsarbeit beleuchtet außerdem auch die Rolle von Astrozyten bei der Alzheimer-Krankheit. Wissenschaftler wussten, dass diese gewöhnlichen Gehirnzellen bei Alzheimer dramatische Veränderungen erfahren, aber sie waren sich nicht sicher, ob die Zellen an der Krankheit litten oder dazu beitrugen. Die neuen Ergebnisse legen letzteres nahe. Bei Alzheimer verlieren die Neuronen ihre Fähigkeit, Amyloid-beta zu regulieren, was zu Plaquebildung führt.

alzheimer krankheit durch die bildung von amyloid beta plaques

Normalerweise kontrolliert der Körper die Produktion von Amyloid-Beta sehr streng. Dies deutet darauf hin, dass es eine wichtige Rolle in Gehirnzellen spielen könnte, so die Forscher. Daher müssen Ärzte möglicherweise vorsichtig sein, wenn sie versuchen, Amyloid-beta zu blockieren oder zu entfernen. Weitere Forschungen zu der Entdeckung könnten Aufschluss darüber geben, wie die Medizin die Überproduktion von Amyloid Beta als Strategie gegen Alzheimer verhindern kann. Auf diese Weise könnten die Autoren dieser Studie bereits eine effektive Therapieoption gegen die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit erreicht haben. Sobald Menschen aufgrund dieser neurologischen Erkrankung Gedächtnisprobleme bekommen, sind bereits unzählige Neuronen abgestorben. Darüber hinaus glauben die Forscher, dass weitere Forschungen wahrscheinlich wichtige Erkenntnisse liefern werden, die dem Kampf gegen Alzheimer zugutekommen.

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