Gesundheitsexperte verrät: Mit diesen Workouts können Sie mehr Kalorien verbrennen als mit harten Trainings

von Anne Seidel
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“Ohne Schweiß, kein Preis”? Der Gesundheitsexperte Michael Mosley verrät zwei viel entspanntere Workouts, mit denen man genau so viele Kalorien verbrennen kann. Ist das tatsächlich realistisch und welche sind das?

Wer viele Kalorien verbrennen möchte, weiß, dass anstrengende Ausdauertrainings die wohl beste Möglichkeit sind. Ein gewisses Maß an Krafttraining, um kalorienverbrennende Muskeln aufzubauen, unterstützt den Körper dabei zusätzlich, ganz nach dem Motto “Wer schön sein will, muss leiden”. Doch zwei allseits bekannte, und sogar beliebte, Sportarten haben sich als mindestens genauso effektiv erwiesen, so der Experte.

Mit einfachen Workouts Kalorien verbrennen

Ohne hartes Training den Kalorienverbrauch ankurbeln - Gesundheitsexperte erklärt exzentrische Übungen

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Bei den besagten Workouts handelt es sich um keine anderen als Yoga und Pilates. Mosley behauptet, dass diese, dem Anschein nach viel zu ruhige, Sportarten sogar effektiver in der Kalorienverbrennung sein können, als harte Joggingeinheiten oder Stunden im Fitnessstudio – und das sogar noch nach dem Training. Wie erklärt er dieses Phänomen?

“Vielleicht denken Sie, dass es besser für Sie ist, einen Hügel hinaufzulaufen als hinunterzulaufen, oder dass das Treppensteigen Ihre Muskeln mehr fordert, als mit dem Aufzug in die oberen Etagen eines hohen Gebäudes zu fahren und wieder hinunterzugehen. Aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Es scheint verrückt, aber das ist die neue Wissenschaft der ‘exzentrischen Übung’ und ich finde sie faszinierend!”

Was ist die exzentrisches Training?

Um das Phänomen zu erläutern, bezieht sich Mosley auf den Professor Tony Kay von der University of Northampton, der die Muskelbewegung in zwei Arten unterteilt:

Beginnen wir mit dem konzentrischem Training, also der anderen Variante: Hierbei werden die Muskeln angespannt (kontrahiert) und die Muskelfasern im Prinzip (gewollt) geschädigt und abgebaut, woraufhin der Körper ein bestimmtes Hormon ausschüttet, um diese wieder zu reparieren. Bei diesem Prozess werden die Fasern der Muskeln jedoch kräftiger repariert und das hat nichts anderes zur Folge als größere und definiertere Muskeln. Der Körper verbraucht für die Reparatur außerdem reichlich Energie und diese zieht er eben aus den Kalorien. Somit verbraucht er mehr Kalorien, je größer der “Muskelschaden” ist.

Zu dieser Art von Training gehört beispielsweise das Gewichtheben, das Bergsteigen und andere harte Übungen.

Das Gegenteil ist die exzentrische Übung, bei der der Muskel gedehnt und gestreckt ist. Sie ist weniger Muskelfaser-schädigend und es wird dementsprechend weniger Muskel abgebaut. Klingt also zunächst einmal nicht, als wäre es effektiver. Der Clue ist: Diese scheinbar bedeutend einfachere Belastung ist dennoch bis zu viermal höher als beim konzentrischen Training, was bei der exzentrischen Bewegung zu einer ebenfalls höheren Belastung und mehr Muskelfaserrissen führt, die dann repariert werden müssen. Und das wiederum bedeutet, wie Sie sich schon denken können, einen höheren Kalorienverbrauch.

Bewegungen dieser Art sind beispielsweise das Hinabsteigen von Treppen oder Hängen und das Absenken von Gewichten.

Professor Kay erklärt: “Der größere Schaden bedeutet, dass der Körper im Reparatur- und Erholungsprozess nach der Übung mehr Kalorien verbrennt. Dies erhöht die Stoffwechselrate und steigert die Kraft auf weitaus effektivere Weise als ‘konventionelle Bewegungsformen'”.

Mit Workouts, die den Muskel dehnen, mehr Kalorien verbrennen

Mit Yoga und Pilates Workouts mehr Kalorien verbrennen

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Die Schlussfolgerung Mosleys ist demnach, dass muskelstreckende Übungen, am besten unter Widerstand, “die gleichen positiven Auswirkungen” haben wie konzentrische Bewegungen. “Es funktioniert so, dass beim Abstieg/Absenken die Muskeln in den Beinen oder Armen das Tempo des Abstiegs verlangsamen”, sagt Mosley. Und jeder, der schon einmal Bergsteigen war, kann sicher bestätigen, dass das Hinaufklettern weniger belastend ist, als das Abfangen der Schritte beim Abstieg.

Yoga und Pilates beinhalten eine Menge solcher exzentrischen Bewegungen, die durch langsames Absenken erreicht werden. Gleichzeitig sind sie schonend und auch für Menschen, die aufgrund von Verletzungen keine schweren Trainings durchführen können, perfekt geeignet. Und mit diesen beiden Workouts können Sie nicht nur mehr Kalorien verbrennen, sondern Ihre Flexibilität und die Knochendichte verbessern. Ein paar Anfänger-Übungen für ein Home Workout finden Sie in diesem Artikel.

Mehr zum Thema erläutert der Experte in seinem neuesten Buch “Just One Thing”.

Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.