Forscher erklären, wie sich Schlaf auf die Körperzellen auswirkt

Wir wissen, dass sich unser Körper im Schlaf regeneriert und die Eindrücke des Tages verarbeitet. Schlafforscher an der University of Manchester haben jetzt zum ersten Mal erklärt, wie sich der Schlaf genau auf die Körperzellen auswirkt und uns auf den kommenden Tag vorbereitet.

Schlaf ist wichtig für die Erholung der Körperzellen

Die in "Nature Cell Biology" veröffentlichte Studie an Mäusen zeigt, wie die innere Uhr unserem Körper hilft, durch den Tag zu kommen. Und weil wir wissen, dass sich der Biorhythmus im Alter verändert, könnte die Entdeckung, so der Hauptautor Professor Karl Kadler, eines Tages dazu beitragen, einige der Geheimnisse des Alterns zu entschlüsseln.

Die Entdeckung wirft ein Licht auf die extrazelluläre Matrix des Körpers, die Zellen in Form von Bindegewebe wie Knochen, Haut, Sehnen und Knorpel strukturell und biochemisch unterstützt. Über die Hälfte unseres Körpergewichts besteht aus dieser Matrix, die hingegen hauptsächlich aus Kollagen gebildet ist.

Kollagen verleiht dem Körper Struktur und ist wichtig für die Hautelastizität

Jetzt haben die Forscher herausgefunden, dass es zwei Arten von Wurzelfasern gibt - die seilartigen Kollagenstrukturen, die von den Zellen zu Geweben verwoben werden.

Dickere Wurzelfasern mit einem Durchmesser von etwa 200 Nanometern - millionenfach kleiner als ein Stecknadelkopf - begleiten uns durchs Leben und sind bis zum Alter von 17 Jahren unverändert.

Dünnere Wurzelfasern hingegen haben eine Größe von 50 Nanometern und brechen aufopferungsvoll, wenn wir unseren Körper den Strapazen des Alltags aussetzen. Diese erholen sich aber wieder im Schlaf.

Das Kollagen wurde durch Massenspektrometrie und die Wurzelfasern der Mäuse durch volumetrische Elektronenmikroskopie alle 4 Stunden über 2 Tage beobachtet.

"Kollagen verleiht dem Körper Struktur und ist unser am häufigsten vorkommendes Protein, das die Integrität, Elastizität und Festigkeit des körpereigenen Bindegewebes gewährleistet", sagte Professor Kadler.

"Es ist intuitiv zu denken, dass unsere Matrix mit der Zeit abgenutzt sein sollte, aber das ist nicht der Fall, und jetzt wissen wir warum: Unsere innere Uhr ist ein Element, das Opfer bringt, aber wieder erneuert werden kann, um die permanenten Teile der Matrix zu schützen.

Er fügte hinzu: "Genau wie Sie Öl oder Kühlwasser in Ihrem Auto nachfüllen müssen, tragen diese dünnen Wurzelfasern dazu bei, die Matrix des Körpers zu erhalten."

"Das zu wissen, könnte Auswirkungen auf das Verständnis unserer Biologie auf ihrer grundlegendsten Ebene haben. Es könnte uns beispielsweise einen tieferen Einblick geben, wie Wunden heilen oder wie wir altern.




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