Wie Probiotika in der Schwangerschaft gegen Übelkeit und Erbrechen wirken, um die Lebensqualität zu verbessern

Von Charlie Meier

Die Studie zeigt, dass Probiotika in der Schwangerschaft gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung effizient verhindern könnten. Derartige Symptomatik betrifft etwa 85 % der Schwangerschaften und kann die Lebensqualität, insbesondere in der Frühschwangerschaft, erheblich beeinträchtigen. Nun fanden die Studienautoren heraus, dass probiotische Lebensmittel und Supplementierung für schwangere Frauen einen lindernden Effekt haben könnten.

Therapieansatz mit Probiotika in der Schwangerschaft

vorteile von joghurt dank milchsäurebakterien und probiotika in der schwangerschaft

Sobald Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft fortschreiten, können sie schwer zu kontrollieren sein. Manchmal müssen Patientinnen aus diesem Grund sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Während der Schwangerschaft nehmen außerdem auch Hormone wie Östrogen und Progesteron zu. Dies führt zu vielen körperlichen Veränderungen und könnte auch das Darmmikrobiom beeinträchtigen. Darüber hinaus beeinflusst der Prozess die Funktionen des Verdauungssystems und verursacht die oben genannten, unerwünschten Symptome. Die Probanden nahmen sechs Tage lang zweimal täglich eine probiotische Kapsel ein und machten dann zwei Tage lang Pause, bevor sie den Zyklus wiederholten. Die eingenommenen Probiotika in der Schwangerschaft waren rezeptfrei erhältlich und enthielten hauptsächlich Lactobacillus. Dies ist eine Art von gutartigen Milchsäurebakterien, wobei jede Kapsel zum Zeitpunkt der Herstellung ungefähr 10 Milliarden lebende Kulturen enthielt.

häufige symptome wie übelkeit und erbrechen bei schwangeren frauen

Die Forscher fanden heraus, dass die Einnahme des Probiotikums Übelkeit und Erbrechen signifikant reduzierte. Dementsprechend sank die Häufigkeit der Symptome dadurch um 16 %, während die Wahrscheinlichkeit für Erbrechen um 33 % reduziert wurde. Probiotika verbesserten außerdem auch signifikant die Lebensqualität und verhinderten Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Schwierigkeiten, normale soziale Aktivitäten aufrechtzuerhalten. Ein weiteres Ergebnis war, dass hohe Konzentrationen der Darmmikroben Akkermansia und A. muciniphila zu Beginn der Studie mit vermehrtem Erbrechen verbunden waren. Das Probiotikum reduzierte die Menge dieser speziellen Mikroben signifikant und reduzierte auch das Erbrechen. Das Probiotikum erhöhte außerdem die Aufnahme von Vitamin E, was Erbrechen vorbeugte. Diese Studie liefert wichtige Erkenntnisse über den Einfluss von Darmmikroben auf die Magen-Darm-Funktion während der Schwangerschaft. Die Autoren planen daher zu testen, ob Probiotika Übelkeit und Erbrechen, die durch Chemotherapie bei Krebspatienten verursacht werden, reduzieren können.

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