Sind nette Menschen gesünder? Neue Studie gibt Antwort

Autor: Olga Schneider

Dass nette Menschen glücklicher sind, steht bereits fest. Aber sind sie auch gesünder? Die Wissenschaft behauptet, dass altruistische Verhaltensweisen, von Freiwilligentätigkeit über Geldspenden bis hin zu zufälligen alltäglichen freundlichen Handlungen, das Wohlbefinden und die Langlebigkeit fördern.

Sind nette Menschen gesünder? Neue Studie sucht nach Antworten

nette Menschen sind gesünder neue Studie beweist

Die Freiwilligen leiden weniger an hohem Blutzucker, Herzerkrankungen und Entzündungen als die Menschen, die sich vor der Wohltätigkeit scheuen. Das gilt für die ganze Welt, beweist eine Studie aufgrund von Daten des Gallup World Poll. Dabei sind sich die Forscher dessen bewusst, dass vor allem gesunde Menschen Freiwilligentätigkeiten ausführen und berücksichtigen diese Tatsache in ihrer Statistik. Es wurden randomisierte Experimente zur Klärung des biologischen Wirkungsmechanismus der Wohltätigkeit durchgeführt. Ihre Teilnehmer zeigten deutlich niedrigere Cholesterin Werte sowie weniger Entzündungsmarker.
Die Freiwilligentätigkeit ist eine große Herausforderung während der Pandemie. Auch wenn online ausgeführt, kann sie der eigenen Gesundheit nützen, vorausgesetzt, dass unsere Motivation, anderen zu helfen, aufrichtig ist. Das gilt sowohl für die Freiwilligentätigkeit, als auch für die zufälligen freundlichen Taten. Laut einer Studie hatten die Teilnehmer die Aufgabe, einfache freundliche Handlungen für fremde Menschen zu unternehmen. Die Folge war, dass bei ihnen niedrigere Werte der Leukozyten festgestellt wurden, was auf eine niedrigere Gefahr von chronischen Entzündungen hindeutet. Und die chronischen Entzündungen sind mit Krankheiten wie rheumatoide Arthritis, Krebs, Herzkrankheiten und Diabetes verbunden.

nette Menschen sind gesünder und glücklicher

Man hat Menschen mit einem Kernspinntomograf untersucht und ihnen dabei die Aufgabe erteilt altruistisch zu handeln. Sie mussten sich zum Beispiel entscheiden Geld zu spenden. Gleichzeitig wurden ihre Hände leichten Stromschlägen ausgesetzt. Man konnte sehen wie ihr Gehirn auf den Schmerz reagierte. Das Gehirn derjenigen, die gespendet hatten, erhellte sich weniger als Reaktion auf den Schmerz. Je stärker sie glaubten, hilfreich zu sein, desto widerstandsfähiger waren sie gegen den Schmerz. Ähnlich schmerzt eine Blutspende weniger als die Blutabnahme für einen Test, obwohl die Nadel im ersten Fall doppelt so dick ist.
Großeltern, die regelmäßig ihre Enkelkinder Babysitten haben ein 37 % niedrigeres Sterberisiko als diejenige die es nicht tun. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Pflege von Kindern (insbesondere von Kleinkindern) mehr körperliche Bewegung erfordert. Laut einer Studie ist der Effekt vom Babysitting größer als der von regelmäßigen Übungen.
Andererseits kann Geldspenden zu einem besseren Gehör und Schlaf beitragen und den Blutdruck senken.
Die Menschen sind außerordentlich sozial. Wir sind gesünder, wenn wir miteinander verbunden sind, und ein Teil der Verbundenheit ist, zu geben.

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