Wie 30 Minuten Gehen pro Tag das Todesrisiko nach Schlaganfall reduziert

Von Charlie Meier

Eine neue Studie zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für Tod nach Schlaganfall bei Menschen, die mindestens drei bis vier Stunden pro Woche spazieren, um 54 % geringer ist. Dasselbe gilt für tägliches Arbeiten im Garten oder mindestens zwei bis drei Stunden wöchentliches Fahrradfahren sowie ihre Äquivalente. Darüber hinaus zeigen die Studienergebnisse den größten Nutzen der körperlichen Bewegung für jüngere Überlebende nach Schlaganfall. Bei Personen unter 75 Jahren, die mindestens so viel Sport pro Woche trieben, verringert sich das Sterberisiko sogar um 80 %.

Eigene Rehabilitation nach Schlaganfall durch wöchentliche Spaziergänge durchführen

reha nach schlaganfall durch spaziergang im wald mit der begleitung von ärztin

Für die Studienautoren sind die Ergebnisse sehr aufregend. Nur drei bis vier Stunden Gehen pro Woche waren mit einer erheblichen Verringerung der Sterblichkeit verbunden. Dies könnte für viele Betroffene mit früheren Schlaganfällen ein gut erreichbares Ziel sein. Die neuen Erkenntnisse könnten außerdem auch Auswirkungen auf die Leitlinien für Überlebende nach Schlaganfall in der Zukunft haben. Die Forscher haben die durchschnittliche wöchentliche körperliche Aktivität anhand von Fragen zu Aktivitäten ermittelt. Diese bezogen sich auf Gehen, Laufen, Gartenarbeit, Krafttraining, Radfahren und Schwimmen. Dabei verwendeten sie die Häufigkeit und Dauer jeder Art von körperlicher Aktivität, um die Menge an Bewegung zu berechnen. Nach Berücksichtigung anderer Faktoren fanden die Forscher heraus, dass 25 % der Menschen, die frühere Schlaganfälle hatten, an irgendeiner Ursache starben. Diese Daten haben sie mit 6 % der Probanden verglichen, die noch nie einen Schlaganfall erlitten hatten.

patientin mit gehhilfe versucht sich zu bewegen

Die größte Verringerung der Sterblichkeitsrate war bei denjenigen, die einen früheren Schlaganfall hatten, aber unter 75 Jahre alt waren. In dieser Gruppe starben 11 % derjenigen, die mindestens die Mindestmenge trainierten, verglichen mit 29 %, die dies nicht taten. Die neuen Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein Minimum an körperlicher Aktivität die langfristige Sterblichkeit jeglicher Ursache bei Schlaganfallpatienten reduzieren kann. Die Autoren betonen dies besonders für jüngere Personen, da kurze tägliche Spaziergänge für sie die größten gesundheitlichen Vorteile bieten. Eine Einschränkung dieser Studie bestand jedoch darin, dass die Teilnehmer möglicherweise nicht genau über ihre Trainingsintensität berichtet haben.

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