Erhöht der Kaffeekonsum durch manche Metaboliten im Blut das Risiko für chronische Nierenkrankheit?

Von Charlie Meier

Neue Studienergebnisse legen nahe, dass erhöhte Spiegel mancher Metaboliten im Blut durch Kaffeekonsum chronische Nierenkrankheit bewirken könnten. Es ist bekannt, dass einige Nahrungsmittel und Getränke Auswirkungen auf die Gesundheit der Nieren haben. Die möglichen biologischen Mechanismen sind jedoch oft unklar. Höhere Spiegel von 3 dieser damit verbundenen Metaboliten waren signifikant mit einem höheren Risiko für die Entwicklung einer Nierenerkrankung verbunden. Die Studienautoren identifizierten dabei Glycochenodesoxycholat, O-Methylcatecholsulfat und 3-Methylcatecholsulfat.

Durch Kaffeetrinken erhöhte Metaboliten im Blut und Nierenerkrankungen

übermäßiges kaffeetrinken erhöht bestimmte metaboliten im blut und das risiko für chronische nierenkrankheit

Das Forschungsteam untersuchte 372 Metaboliten im Blut von 3811 Teilnehmern in einer Kohortenstudie. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass 41 davon mit dem Kaffeekonsum in Verbindung standen. Als die Forscher diese Werte bei weiteren 1043 Erwachsenen analysierten, brachten sie 20 davon mit dem Kaffeeverzehr in Verbindung. Glycochenodesoxycholat ist ein Lipid, das am primären Stoffwechsel der Gallensäure beteiligt ist. Es kann dementsprechend zu potenziell positiven Auswirkungen des Kaffeekonsums auf die Nierengesundheit beitragen. O-Methylcatecholsulfat und 3-Methylcatecholsulfat, die am Stoffwechsel des Konservierungsmittels Benzoat beteiligt sind, können jedoch die negativen Aspekte von Kaffee darstellen. Eine große Anzahl wissenschaftlicher Beweise hat gezeigt, dass der Konsum einer moderaten Menge Kaffee mit einer gesunden Ernährung vereinbar ist. Die Studienautoren konnten nun zwei weitere mit Kaffee assoziierte Metaboliten im Blut identifizieren, die überraschenderweise mit einem höheren Risiko für chronische Nierenerkrankungen verbunden waren.

chronische nierenkrankheit und starke gewichtsschwankungen mit herzproblemen verbunden

Diese Verbindungen stehen laut den Forschern jedoch auch mit Zigarettenrauchen im Zusammenhang. Dies könnte teilweise erklären, warum die Studienergebnisse mit einem höheren Risiko für Nierenerkrankungen verbunden waren. Mit mehr Forschung zu den metabolischen Grundlagen der Kaffee-Nieren-Beziehung können diese Metaboliten im Blut auf Prozesse hinweisen, die für die Prävention von Nierenerkrankungen durch Ernährungsumstellungen relevant sind. Ein begleitender Leitartikel stellte außerdem fest, dass es interessant gewesen wäre zu sehen, wie die Ergebnisse dieser Studie zu Metaboliten im Zusammenhang mit Nierenerkrankungen nach Berücksichtigung des selbst berichteten Kaffeekonsums der Teilnehmer waren. Die Integration dieser Datentypen sollte ein besseres Verständnis der Rolle von Kaffee und anderen Ernährungsfaktoren bei der Entwicklung von chronischer Nierenkrankheit ermöglichen.

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