Antivirales Nasenspray blockiert effektiv die Übertragung von Coronavirus

Autor: Charlie Meier

Ein kürzlich von Forschern entwickeltes antivirales Nasenspray konnte die Übertragung von SARS-CoV-2 bei Frettchen stoppen. Dies deutet darauf hin, dass dieser Wirkstoff auch Infektionen bei Personen verhindern kann, die dem Coronavirus ausgesetzt sind, einschließlich neuerer Varianten. Die Verbindung im Spray ist ein Lipopeptid, das ein so genanntes Eindringen des Virus in die Wirtszellen verhindern soll.

Neuer Platz für antivirales Nasenspray im Kampf gegen COVID-19

antivirales nasenspray verhindert die übertragung von coronavirus

So ein antivirales Lipopeptid ist kostengünstig herzustellen, hat eine lange Haltbarkeit und erfordert keine Kühlung. Diese Merkmale heben es von anderen in der Entwicklung befindlichen antiviralen Ansätzen ab, einschließlich vieler monoklonaler Antikörper. Das neue nasale Peptid könnte ideal sein, um die Ausbreitung von COVID-19 weltweit zu stoppen. Die transportable und stabile Verbindung könnte besonders in ländlichen, einkommensschwachen und schwer erreichbaren Bevölkerungsgruppen von entscheidender Bedeutung sein. Frettchen sind außerdem auch sehr anfällig für SARS-CoV-2, und das Virus verbreitet sich leicht von einem Tier zum anderen. Es war schwierig, diese antiviralen Verbindungen in Studien am Menschen zu bringen. Dies lag daran, dass die Infektionen, die sie verhindern, in einkommensschwachen Situationen am häufigsten oder schwerwiegendsten sind. Das Lipopeptid verhindert, dass ein Virus mit der Zellmembran seines Wirts fusioniert.

forscherin bearbeitet proben mit lipopeptid gegen sars cov 2 im labor

Dies ist ein notwendiger Schritt, mit dem Viren, einschließlich SARS-CoV-2, Zellen infizieren. Um zu fusionieren, entfaltet das neue Coronavirus sein Spike-Protein, bevor es sich zu einem kompakten Bündel zusammenzieht, das die Fusion antreibt. Die entwickelte Verbindung erkennt den SARS-CoV-2-Spike, klemmt sich in den entfalteten Bereich und verhindert, dass das Spike-Protein die für die Fusion erforderliche kompakte Form annimmt. Im Experiment wurde das Lipopeptid in die Nase von sechs Frettchen abgegeben. Paare von behandelten Tieren wurden dann mit zwei infizierten Frettchen zur Kontrolle untergebracht. Nach 24 Stunden intensiven direkten Kontakts zwischen den Versuchstieren ergaben Tests, dass keines der behandelten Frettchen das Virus von ihrem infizierten Mitbewohner abfing. Ihre Viruslast war genau Null, während alle Kontrolltiere stark infiziert waren. Die Autoren dieser Studie testeten das Lipopeptid auch an Zellen, die mit einer Reihe von SARS-CoV-2-Varianten infiziert waren. Diese schließen die Mutationen B.1.1.7 und B.1.351 ein, die davon ebenfalls neutralisiert wurden.

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