Balkon im Februar: So bereiten Sie Pflanzen optimal auf den Frühling vor
Im Februar beginnt für Balkon-Gärtner die aufregende Phase zwischen winterlicher Ruhe und dem ersten Frühlingserwachen – eine Zeit, in der Sie Ihren Balkon nicht nur pflegen, sondern auch clever für die kommende Saison vorbereiten können.
Haben Sie sich schon gefragt, welche praktischen Schritte Sie auf Ihrem Balkon im Februar ergreifen können, um Pflanzen optimal auf wärmere Monate vorzubereiten? Möchten Sie wissen, wie Sie bereits jetzt robustes Grün wie winterharte Stauden, Kräuter oder sogar frühe Blütenpflanzen in Ihre Balkonkästen integrieren können? Und interessieren Sie sich dafür, wie Sie mit einfachen Pflegemaßnahmen wie Bodenlockerung, Schutz vor Frost oder gezielter Vorbereitung von Pflanzgefäßen langfristig gesunde Wachstumsbedingungen schaffen?
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Dieser Artikel wurde zuletzt am 06.02.2026 aktualisiert.
Lassen Sie Ihre Kästen und Töpfe in der kalten Jahreszeit nicht leer stehen: Mit vielen Pflanzen können Sie Ihren Balkon im Februar bepflanzen. Der Schlüssel zu einem grünen Winterbalkon liegt darin, herauszufinden, welche Pflanzen der Kälte im Winter widerstehen. Lesen Sie weiter, wenn Sie Tipps für einen bepflanzten Balkon im Winter bekommen möchten!
Bepflanzte Balkons sind im Winter angesagt
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Im Februar herrschen auf vielen Balkonen noch kalte Temperaturen, doch genau jetzt bietet sich die Chance, Ihre Pflanzen fit für die kommende Saison zu machen. Während frostharte Balkonpflanzen weiterhin draußen gedeihen, können Sie gleichzeitig erste Vorbereitungen treffen: Lockern Sie den Boden, reinigen Sie verblasste Gefäße und sorgen Sie für eine nährstoffreiche Grundlage, bevor der Frühling Einzug hält. Zudem können Sie überwinternede Pflanzen vorsichtig an wärmere Standorte rücken oder auch schon erste robuste Frühblüher wie Schneeglöckchen und Primeln einsetzen – so bleibt Ihr Balkon lebendig, grün und gut gerüstet für das Wachstum, das in den kommenden Wochen beginnt.
Kamelie, Winterjasmin, Nieswurz, Alpenveilchen, … Es gibt Blumen, die dem Frost trotzen. Wenn Sie einen grünen Daumen haben, wäre es eine Schande, ihn über den Winter zu verschwenden. Spielen Sie am besten mit Grüntönen, Größen und Formen von immergrünen Pflanzen wie Efeu, Bambus, Buchsbaum, Pieris.
Richtige Wachstumsbedingungen für Balkonpflanzen schaffen
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Es ist wichtig, die Pflanzgefäße ausreichend zu entwässern, um zu verhindern, dass sich in der feuchten Winterzeit Fäulnis in der Erde und den Wurzeln breit macht. Vor allem Ton- oder Keramiktöpfe sind nicht immer frostsicher. Denken Sie also daran, den Boden des Topfes mit einer Drainageschicht zu versehen (Tonkiesel und Gartentextilien), denn Staunässe und Kälte sind kein gutes Paar.
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Legen Sie außerdem eine Trennwand zwischen die Töpfe und den Boden, um sie vor Kälte zu schützen und zu verhindern, dass sie bei Regen in Pfützen versinken. Wenn überschüssiges Gieß- oder Regenwasser im Topf gefriert, dehnt es sich aus und kann zu Rissen im Material führen. Neben ausreichend großen Abflusslöchern kann eine Drainage aus Blähton oder grobem Kies am Boden des Topfes helfen, überschüssiges Wasser abzuleiten.
Wenn Sie den Topf direkt auf den Boden Ihres Balkons oder Ihrer Terrasse gestellt haben, achten Sie darauf, dass die Abflusslöcher nicht verstopft sind. Vergewissern Sie sich, dass die Töpfe nicht auf dem Weg der Zugluft stehen, sondern hinter Windschutzvorrichtungen. Halten Sie zudem einige Stücke Vlies zur Überwinterung bereit, z. B. Luftpolsterfolie oder Styropor, die bei starker Kälte nützlich sind.
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Zu wenig gießen ist aber auch keine gute Gegenmaßnahme, denn wenn die Erde einmal ausgetrocknet ist, kann sie bei Frost keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Das hat leider zur Folge, dass Ihre Pflanzen vertrocknen. Für gesunde Winterpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse müssen Sie immer für eine gleichmäßige Feuchtigkeit des Bodens sorgen.
Frühjahrsaktion statt Winterpause
Auch wenn es noch kalt ist, lohnt es sich im Februar, alte Pflanzenteile zu entfernen, abgestorbene Blätter abzuschneiden und Töpfe zu überprüfen. So schaffen Sie Platz für neues Wachstum und verhindern, dass sich Schädlinge oder Krankheiten festsetzen.
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Boden vorbereiten für spätere Aussaat
Bereiten Sie Ihre Blumenkästen jetzt durch lockern und Aufbessern des Substrats vor. Eine Kombination aus frischer Erde und Kompost sorgt dafür, dass die Nährstoffe gut verfügbar sind, sobald es wärmer wird.
Frostschutz für empfindliche Pflanzen
Legen Sie Jute, Bastmatten oder Laub um Kübel und Töpfe – das hilft, empfindliche Wurzeln vor Kälte und Frost zu schützen und senkt Stress bei winterharten Arten.
Planung fürs Wachstum
Nutzen Sie den Februar, um Ihre Balkongestaltung strategisch zu planen: Welche Pflanzen wollen Sie im Frühjahr setzen? Welche brauchen viel Sonne? Legen Sie einen Anbau- oder Pflanzplan an, um im März direkt durchzustarten.
Wer Schneeglöckchen im Garten hat, kann mit den zarten Zwiebelblumen schnell, schön und preiswert den Balkon im Februar dekorieren. Entfernen Sie einfach ein paar Tuffs an einer unauffälligen Stelle. Pflanzen Sie sie in Gefäße und bedecken Sie die Ränder mit Moos. Bevor Sie die Pflanzen an einen warmen Ort bringen, schützen Sie die Töpfe einige Tage lang auf dem Balkon. Nach der Blüte kehren die Schneeglöckchen ins Beet zurück. Dort vermehren sie sich mit Zwiebeln und Samen.
Moderne Pflanzkübel vor der Haustür richtig und pflegeleicht bepflanzen mit stilvollen Pflanzenkombinationen für jede Lichtlage.
Vorgetriebene Krokusse und Narzissen in Töpfen werden im Gartenhandel häufig angeboten. Verschönern Sie Ihren Balkon im Februar mit diesen niedlichen und frostbeständigen Blumen! Wenn die Pflanzen später im Frühjahr verblüht sind, können Sie sie zusammen mit ihrem Topfballen in den Garten pflanzen.
Stiefmütterchen auf dem Balkon im Februar
Stiefmütterchen können im Winter in Töpfen auf dem Balkon gepflanzt werden, da sie frostbeständig sind. Diese hübschen Pflanzen eignen sich hervorragend für Kübel. Verwenden Sie einfach normale Blumenerde. Vergewissern Sie sich, dass die Wurzeln nicht zu stark gebunden sind und dass das Laub grün ist. Testen Sie, ob die Wurzeln gebunden sind, indem Sie die Pflanze aus dem Gefäß heben und sich die Wurzeln ansehen. Bei einer gesunden Pflanze ist es viel wahrscheinlicher, dass sie Wurzeln bildet und schneller wächst.
Canna Rhizome ab Ende Februar vermehren
Canna indica kann ab Ende Februar an einem hellen Ort gepflanzt werden. Dazu werden die Rhizome (Wurzelstöcke) zehn Zentimeter tief in die Erde gesteckt. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, dass die Wurzeln waagerecht verlaufen. Schneiden Sie die Wurzeln der Canna frisch vor dem Einpflanzen. Geeignetes Substrat ist nährstoffreiche Blumenerde. Hinweis: Gießen Sie anfangs nur mäßig, sonst verfaulen die Rhizome. Sobald die ersten Blattspitzen erscheinen, erhöhen Sie die Wassermenge und versorgen Sie die Pflanze mit Flüssigdünger gemäß den Anweisungen auf der Verpackung.
Pflanzkübel aus Schlüsselblumen
Primula denticulata werden früh im Jahr angeboten. Wenn man sie als Balkonblumen verkauft, kann man leicht zu dem Schluss kommen, dass es sich um kurzlebige Pflanzen handelt. Aber das ist nicht wahr. Die winterharten Stauden schmücken Töpfe und Kästen über mehrere Jahre. Die Zwiebel-Schlüsselblume ist mit ihrer etwa zweimonatigen Blütezeit ein schöner Blickfang. Wenn Sie sie pflanzen, sollte die Erde im Beet und im Topf leicht feucht und nährstoffreich sein. Die Pflanze verträgt keine Staunässe. Daher ist eine Drainage aus Kies im Topf ratsam.
Pflanzzeit für die Ruhmeskrone
Wer auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Topf-Kletterpflanze für Balkon und Terrasse ist, sollte die Ruhmeskrone (Gloriosa rothschildiana) ausprobieren. Pflanzen Sie im Februar die verlängerten Rhizome der Zwiebelpflanze in einen Behälter mit Erde. Stellen Sie den Topf an einen warmen Ort. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht. Bei der Trockenluftheizung wird die Pflanze ein bis zwei Tage lang mit Wasser besprüht. Aus jedem Rhizom entwickelt sich nur ein Spross. Der Exot erreicht eine Höhe von einem Meter und braucht eine Kletterhilfe, pralle Nachmittagssonne ist für die Pflanze nicht geeignet. Die Rhizome sollten nicht zu kühl bei etwa 10 bis 15 Grad Celsius überwintert werden.
Lina Bastian ist 1976 in Stuttgart geboren. Sie liebt die Natur und die Pflege ihres Gartens, den sie seit 20 Jahren hat. Deshalb schreibt sie leidenschaftlich gerne über Themen der Gartenpflege. Als Hobbygärtner mit einer großen Erfahrung hat die Autorin im Laufe der Jahre einen intensiven Austausch mit erfahrenen Gärtnern gepflegt.
Neben Ihrem Garten liebt Lina die Bewegung in der Natur und Sport ist ein täglicher Bestandteil ihres Lebens. Radfahren und Schwimmen gehören zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. Sie liebt es, mit engen Freunden neue schöne Orte im In- und Ausland zu besuchen.
Die Arbeit mit Kindern in Kunstwerkstätten ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. An ihrem Wohnort organisiert sie Kinderworkshops mit verschiedenen kreativen Tätigkeiten für die Kleinen.