Danach ziehen viele Gartenliebhaber mit Körben und Messern in den Wald, um nach kulinarischen Schätzen zu suchen. Sammler können den Grünen Knollenblätterpilz unter den harmlosen Pfifferlingen und schmackhaften Steinpilzen finden.
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Dieser Pilz gilt als einer der giftigsten Pilze der Welt. Wie der Grüne Knollenblätterpilz aussieht und was Sie beachten müssen, finden Sie im Folgenden.
Ein stiller Killer in unseren Wäldern
Der Grüne Knollenblätterpilz, oder Amanita phalloides für die Pflanzenliebhaber unter uns, hat aus gutem Grund einen furchterregenden Ruf. Dieser heimtückische Kerl ist für unglaubliche 80% aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich, berichtet Bfr.bund.de. Er verursacht nur etwa 1 von 10 nicht tödlichen Vergiftungen, was zeigt, wie schlimm es sein kann.
Foto: Bukhta Yurii/ Shutterstock
Von Ende Juli bis Oktober ist dieser Pilz in unseren Mischwäldern, Parks und sogar größeren Gärten zuhause. Der Hut kann so aussehen: Er kann ein zartes Grün, ein harmloses Weiß oder ein Gelb sein. Die Kiemen darunter, die weiß sind, sehen fast harmlos aus. Diese Pilze zu sammeln, ist ein tödlicher Fehler.
Die Symptome der Vergiftung
Die Amatoxine im Grünen Knollenblätterpilz sind es, die ihn so gefährlich machen. Diese kleinen Unruhestifter haben es hauptsächlich auf unsere Leber abgesehen. Der komische Teil ist, dass sofort nach dem Essen nichts passiert. Für sechs bis zwölf Stunden fühlen Sie sich sicher, aber dann reagiert Ihr Körper mit Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Dann kommt eine sehr heimtückische Phase: Die Symptome verschwinden, und Sie beginnen, sich wieder besser zu fühlen. Aber diese scheinbare Genesung ist eine Lüge – die Gifte wirken still weiter und schädigen die Leber irreparabel. Unsere Kleinen, die älteren Menschen und alle, deren Immunsystem bereits geschwächt ist, sind am stärksten gefährdet. In sehr schweren Fällen ist eine rechtzeitige Lebertransplantation das Einzige, was helfen kann.
Hier wird es wirklich schwierig: Der Grüne Knollenblätterpilz ist ein Meister der Tarnung. Pilzesammler verwechseln ihn oft mit dem gewöhnlichen Wiesen-Champignon oder verschiedenen Arten von grünen Täublingen. Das liegt daran, dass es scheint, als hätte Mutter Natur einen dunklen Sinn für Humor gehabt, als sie ihre Pilze machte.
Sehen Sie sich die Bilder an!
Der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) Foto: NeilSaxon/ Shutterstock
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Viele Menschen nutzen heutzutage Pilz-Apps oder Bücher, um Pilze zu bestimmen. Aber Vorsicht: Diese digitalen Helfer können Sie in die Irre führen! Es erfordert jahrelange Übung, um Pilze sicher identifizieren zu können. Leben und Tod hängen von den kleinsten Dingen ab, wie einem Ring am Stiel oder der Knolle an der Basis des Stiels.
Sicherheit zuerst: Tipps für verantwortungsvolles Sammeln
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie sagt es am besten: Nur sammeln, was man sicher kennt! Wenn Sie auch nur den kleinsten Zweifel haben, lassen Sie die Finger davon. Egal wie gut ein Pilz aussieht, Ihr Leben ist wichtiger.
Ein Besuch eines Pilzkurses wird dringend empfohlen, wenn Sie Pilze sammeln möchten. Dort lernen Sie nicht nur die wichtigsten essbaren Arten kennen, sondern auch, wie Sie sie von den giftigen Doppelgängern unterscheiden können.
Wenn Sie denken, dass jemand giftige Pilze gegessen haben könnte, müssen Sie schnell handeln. Laut Netdoktor.de müssen Sie sofort den Rettungsdienst (112) anrufen und danach die örtliche Giftnotrufzentrale. Bewahren Sie die Pilzreste und den Erbrochenen auf, auch wenn das nicht appetitlich klingt. Diese Proben können Leben retten, weil sie es einfach machen, herauszufinden, was nicht stimmt, und es zu behandeln.
Leider ist der Grüne Knollenblätterpilz nicht der einzige Bösewicht in unseren Wäldern. Der Pantherpilz kann Sie Dinge sehen lassen, die nicht da sind, und der Gifthäubling ist auch eine tödlich giftige Pilzart. Der bekannte Fliegenpilz mit seiner roten Kappe, der wie aus einem Märchen aussieht, ist überhaupt nicht sicher.
Der Pantherpilz (Amanita pantherina) Foto: olko1975/ Shutterstock
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Der Gifthäubling (Galerina marginata) Foto: Vanhouteen/ ShutterstockDer Fliegenpilz (Amanita muscaria) Foto: Nikolay 007/ Shutterstock
Lassen Sie sich von niemandem die Freude am Herbst und an der Pilzsaison nehmen. Aber gehen Sie mit der richtigen Menge an Respekt und Sorgfalt an die Sache heran. Nehmen Sie Unterricht und lernen Sie so viel, wie Sie können. Denken Sie immer daran, dass es tödlich giftige Pilze gibt und dass ein leerer Korb immer noch besser ist als eine volle Intensivstation.
Katharina Müller liebt es, alle neuen Trends in den Bereichen Beauty, Make-up, Nageldesign und Frisuren zu erforschen und sie dann mit ihren Leserinnen zu teilen. Sie hat ein Gespür für schöne Kleidung und Ästhetik. Kathi verbringt gerne Zeit in ihrem Kleingarten und kümmert sich um alle Pflanzen. Auf Deavita schreibt sie auch über verschiedene Putztricks.