Handgepäck im Flugzeug 2026: Das ändert sich – und was für Sie wirklich wichtig ist
Neue EU-Pläne, Scanner an Flughäfen und die 100-ml-Regel – kompakt erklärt, was geplant ist und was weiterhin gilt.
Handgepäck ist heute viel mehr als ein kleiner Koffer. Es ist Platz für Medikamente, Kosmetik, ein gutes Buch, Snacks – und oft auch für alles, was man unterwegs schnell griffbereit haben möchte. Umso anstrengender ist es, wenn sich die Regeln ständig ändern oder von Flughafen zu Flughafen anders ausgelegt werden.
Die gute Nachricht: 2026 soll einiges einfacher werden. Die weniger gute: Ganz ohne Regeln geht es weiterhin nicht. Damit Sie entspannt reisen, haben wir die wichtigsten Änderungen rund ums Handgepäck 2026 klar und übersichtlich zusammengefasst.
Kostenloses Handgepäck: Das plant die EU für 2026
Ein großes Thema ist das kostenlose Handgepäck. Die EU hat 2025 vorgeschlagen, die Regeln für alle Airlines fairer zu machen.
Konkret sieht der aktuelle Vorschlag vor, dass Reisende künftig ein Handgepäckstück mit einer maximalen Gesamtgröße von 100 cm (Länge + Breite + Höhe) und bis 7 kg kostenlos mit an Bord nehmen dürfen. Zusätzlich soll ein persönlicher Gegenstand erlaubt sein, der unter den Sitz passt – etwa eine Handtasche oder ein Laptop-Rucksack mit einer Maximalgröße von 40 × 30 × 15 cm.
Die geplante Regelung befindet sich allerdings noch in der Abstimmungsphase. Damit sie in Kraft treten kann, müssen mindestens 55 % der EU-Mitgliedstaaten zustimmen. Sollten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden, würden die neuen Vorgaben für alle Flüge innerhalb der EU gelten – sowie für Flugverbindungen von und in die EU.
Geplant ist:
- 1 kostenloses Handgepäckstück (z. B. kleiner Trolley)
- + 1 persönlicher Gegenstand (z. B. Handtasche oder Laptop-Tasche)
- ohne Extra-Gebühren am Gate
- einheitliche Mindestmaße, damit Airlines nicht extrem einschränken
Wichtig: Diese Regelung ist noch nicht endgültig beschlossen. Wenn alles glattläuft, könnte sie im Laufe von 2026 gelten. Bis dahin entscheiden Airlines weiterhin selbst.
Ryanair: Größere Gratis-Tasche bereits umgesetzt
Auch bei Ryanair gab es zuletzt Anpassungen beim kostenlosen Handgepäck. Passagiere durften bisher eine Tasche mit den Maßen 40 × 25 × 20 cm kostenlos mit an Bord nehmen und unter dem Vordersitz verstauen.
Im Juli des vergangenen Jahres kündigte die Airline jedoch eine Änderung an: Die erlaubte Größe der kostenlosen Tasche wurde auf 40 × 30 × 20 cm erhöht – also 5 cm mehr auf einer Seite. Diese Regelung trat zum Ende des letzten Sommers in Kraft.
Laut Ryanair hat es seitdem keine weiteren Änderungen an den Handgepäckmaßen gegeben. Die aktuell geltenden Abmessungen bleiben also bestehen.

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Neue Scanner: Weniger Auspacken, mehr Komfort
An vielen europäischen Flughäfen werden moderne CT-Scanner eingesetzt. Sie scannen das Handgepäck dreidimensional und sind deutlich genauer.
Das bedeutet für Sie:
- Laptop und Tablet müssen oft nicht mehr herausgenommen werden
- Flüssigkeiten dürfen teilweise im Koffer bleiben
- die Kontrolle läuft schneller und stressfreier
Aber:
- Nicht jeder Flughafen hat diese Technik
- Manchmal gilt sie nur in bestimmten Terminals
Verlassen Sie sich also nicht blind darauf – besonders bei Umstiegen.
Flüssigkeiten im Handgepäck 2026: Die 100-ml-Regel bleibt (meist)
Auch 2026 gilt an den meisten Flughäfen weiterhin:
- maximal 100 ml pro Behälter
- alles zusammen in einem transparenten 1-Liter-Beutel
Zwar erlauben einzelne Flughäfen mit neuer Technik größere Mengen, doch:
- das ist kein verlässlicher Standard
- bei Umstiegen kann die alte Regel sofort wieder gelten
Unser Tipp: Packen Sie Flüssigkeiten auch 2026 lieber klassisch. Das erspart Diskussionen – und Stress.
Elektronik & Powerbanks: Was erlaubt ist
Gute Nachrichten: Elektronik ist weiterhin problemlos erlaubt.
Ins Handgepäck dürfen:
- Smartphone
- Laptop
- Tablet
- Kamera
- E-Reader
Powerbanks brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit:
- bis 100 Wh → erlaubt
- 100–160 Wh → nur mit Genehmigung der Airline
- über 160 Wh → verboten
Achten Sie auf die Angabe in Wh (Wattstunden). Wenn nur mAh draufsteht, lieber vorher nachrechnen oder ein kleineres Modell wählen.
Medikamente & Babynahrung: Erleichterungen bleiben bestehen
Hier bleibt alles wie gewohnt:
- Medikamente dürfen auch flüssig in größeren Mengen mit
- Babymilch, Brei und Spezialnahrung sind erlaubt
- mit der Bedingung – sie werden während der Reise benötigt
Möglich ist:
- kurze Rückfragen an der Kontrolle
- manchmal ist ein Attest oder Rezept sinnvoll (vor allem international)
Tipp: Unterlagen griffbereit halten – das spart Zeit.
Umsteigen 2026: Der größte Stolperstein
Bei Zwischenstopps gilt: Jeder Flughafen hat eigene Regeln.
Das kann bedeuten:
- Flüssigkeiten werden beim Umsteigen aussortiert
- Dinge, die vorher erlaubt waren, sind plötzlich verboten
Die entspannte Lösung: Orientieren Sie sich an den strengsten bekannten Regeln, besonders bei internationalen Flügen.
Dublin Airport: Lockerungen bei Flüssigkeiten – eine wichtige Ausnahme
Laut einem Bericht der Irish Times gibt es am Dublin Airport bereits konkrete Erleichterungen bei der Sicherheitskontrolle. Seit Mitte September 2025 müssen Passagiere dort Flüssigkeiten, Gele und elektronische Geräte nicht mehr aus dem Handgepäck nehmen, wenn sie durch die Kontrolle gehen.
Zudem wurde die bisherige 100-ml-Grenze für Flüssigkeiten und Gele am Flughafen Dublin deutlich gelockert: Stattdessen sind nun bis zu zwei Liter erlaubt – ohne Begrenzung der Anzahl einzelner Behälter.
Wichtig: Diese Regelung gilt aktuell nur für den Dublin Airport. Sie ist keine allgemeine EU-Regel und kann bei Umstiegen an anderen Flughäfen sofort wieder außer Kraft sein.
Airlines kontrollieren strenger als früher
Schon jetzt ist klar: 2026 schauen Airlines genauer hin als je zuvor.
Kontrolliert werden:
- Maße
- Gewicht
- Anzahl der Gepäckstücke
Kulanz? Eher selten. Vor allem bei günstigen Tickets können schon kleine Abweichungen extra kosten.
Vor dem Abflug unbedingt:
- Vorgaben der Airline prüfen
- Handgepäck nachmessen
- Gewicht kontrollieren
Großbritannien & USA: Hier gilt weiterhin die alte Regel
Großbritannien
- maximal 100 ml pro Behälter
- 1-Liter-Beutel Pflicht
- Lockerungen wurden mehrfach verschoben
USA
- TSA-3-1-1-Regel:
- 3,4 Unzen (≈ 100 ml)
- 1 Quart-Beutel
- Ausnahmen nur für Medikamente & Babynahrung
Kurz gesagt: Wer nach UK oder in die USA reist, fährt 2026 am besten mit der klassischen 100-ml-Regel.
Fazit: So reisen Sie 2026 entspannt mit Handgepäck
- Flüssigkeiten weiterhin klein und ordentlich verpacken
- Handgepäck exakt nach Airline-Vorgaben wählen
- Bei Umstiegen lieber streng packen
- Powerbanks prüfen
- Scanner-Vorteile nutzen – aber nicht fest einplanen
So bleiben Sie auch 2026 souverän, gelassen und stressfrei unterwegs.
Titelbild: KI generiert
