Ihr Weg zur Meisterschaft auf den Wellen: Ein umfassender Leitfaden

von Olga Schneider
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Ein Abenteuer, ein einzigartiges Erlebnis inmitten des Ozeans, ein Teamsport: Segeln hat sich in den letzten Jahren in die Herzen vieler Wassersportler hineingeschlichen. Denn „Das Bootsfahren ist nicht nur eine Art der Fortbewegung, sondern auch eine Art des Denkens und eine Art des Seins.“ – John Rousmaniere. Der Weg zur Meisterschaft fängt mit dem richtigen Kurs für Bootsführerschein. 

Welche Bedeutung hat die Zertifizierung für Wassersportler in Deutschland

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In Deutschland besteht eine Führerscheinpflicht für Boote. So muss jeder, der einen Segelboot mit Verbrennungsmotor von mehr als 15 PS oder Elektromotor mit mehr als 7,5 kW (für Rhein und Bodensee liegen die Werte bereits auf 5 PS) fahren möchte, zuerst eine Prüfung bestehen. Erst wenn das notwendige Zertifikat vorliegt, können Wassersportler an verschiedenen Wettbewerben und Initiativen teilnehmen. Wer ein Boot oder eine Yacht ohne die notwendigen Führerscheine fährt, muss mit hohem Bußgeld rechnen. Auch das Befahren von bestimmten heimischen Gewässern und Binnenschiffahrtsstraßen ohne vorliegende Zertifikate wird bestraft.

Unterschiedliche Arten von Lizenzen und ihre Anforderungen

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Grundsätzlich kann man den Bootsführerschein-Arten in zwei Gruppen aufteilen. Die erste umfasst alle gesetzlich vorgeschriebene Zertifikate. Zu der zweiten Gruppe gehören Scheine, die man freiwillig erwerben kann – zum Beispiel, um an verschiedenen Wettbewerben teilzunehmen. Für Hobby-Skipper sind vor allem die nächsten Scheine interessant:

1. International anerkannte Sportbootsführerscheine

  • Sportbootsführerschein-Binnen (SBF-Binnen) ist ein Zertifikat, mit dem man weltweit Boote und Yachten mit Motor und/oder Segeln auf Binnengewässern befahren darf.
  • Sportbootführerschein-See (SBF-See) bezieht sich ausschließlich auf Boote mit Antriebsmaschine. Die Fahrerlaubnis ist weltweit anerkannt und befähigt den Besitzer, größere Segelboote auf Küstengewässern fahren.

2. Spezielle Zulassung oder das sogenannte Bodenseeschifferpatent braucht man dann, wenn man Boote mit Segelfläche über 12 Quadratmeter auf dem Bodensee führen möchte. Dieses Zertifikat ist nur dann notwendig, wenn man direkt in der Nähe wohnt und öfters die Gewässer befahren möchte. Eine kostengünstige Alternative für Urlauber ist das sogenannte Ferienpatent, bei dem man einmal jährig eine besondere Zulassung gegen eine kleine Gebühr vor Ort ausstellen lassen kann. Dieses Zertifikat ist maximal einen Monat gültig. Eine Voraussetzung für die Ausstellung ist, dass man bereits SBF-Binnen oder SBF-See Prüfungen bereits bestanden hat.

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3. Für Wassersportler ist noch Sportküstenschifferschein für Segel und/oder Motor (abgekürzt SKS) interessant. Dieser Schein wird von vielen Verbänden verlangt, damit man ein Mitglied werden kann und an Wettbewerben teilnehmen kann. Auch die Vercharterer, die Yachten mieten, verlangen manchmal den Sportküstenschifferschein. Es werden eine theoretische und praktische Prüfung abgelegt. Damit man zur praktischen Prüfung zugelassen wird, muss man zuerst mindestens 300 Seemeilen auf einer Yacht fahren und diese Fahrstunden dann belegen können.

4. Der Sporthochseeschein für Segel und/oder Motor (SHS) bietet sich für alle, die bereits ein SKS-Zertifikat haben und Yachten auf Hochsee fahren möchten. Der Führerschein wird nach einer bestandenen Prüfung und mindestens 1000 Seemeilen auf einer Yacht erstellt.

5. Für die Bedienung der Funkanlage am Bord braucht man ebenfalls ein Zertifikat. Je nachdem, was für ein Funksystem eingebaut ist, gibt es unterschiedliche Varianten.

Vorteile einer ordnungsgemäßen Zertifizierung für Bootsfahrer

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  • Sie dürfen weltweit ein eigenes Boot fahren.
  • Sie dürfen Boote mieten und selbst fahren.
  • Sie können an verschiedenen Wettbewerben teilnehmen.
  • Den Rest der Team-Mitglieder bei einer Segelfahrt brauchen keinen Nachweis.
  • Die Führerscheine sind weltweit anerkannt.

Was Sie nach Erhalt Ihrer Lizenz wissen sollten

Beim Bootfahren gilt die Faustregel: „Übung macht den Meister“. Die Lizenz befähigt Sie, bestimmte Boote zu fahren, Sie sollten aber auch Erfahrung sammeln. Am besten in einer Bootschule nachfragen und die Handhabung von verschiedenen Yachten bzw. Booten üben.

Erkundigen Sie sich im Voraus über die gesetzlichen Richtlinien und die Regeln in der Region, in der Sie einen Boot fahren möchten. Und üben Sie den richtigen Umgang mit dem Funksystem am Board.

Auch das Notfallmanagement am Board ist sehr wichtig. Sie sollten wissen, wie man in bestimmten Notsituationen handelt und regelmäßig die Kenntnisse in diesem Bereich auffrischen.

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