Herbstblätter konservieren, trocknen und pressen: 3 Methoden, mit denen Sie das Laub haltbar machen

Autor: Olga Schneider

Der goldene Herbst steht vor der Tür und wie jedes Jahr zeigt sich die Natur im September von ihrer farbenfrohen Seite. Rot und gelb gefärbte Herbstblätter sorgen trotz trübem Wetter für fröhliche Stimmung zuhause und schaffen ein gemütliches Ambiente. Damit die Deko aus Naturmaterialien aber wirklich lange hält, sollten Sie die Herbstblätter konservieren, trocknen oder pressen. So bleiben ihre leuchtenden Farben länger erhalten. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Herbstblätter konservieren: Laub mit Wachs haltbar machen

Herbstblätter als Girlande aufhängen Anleitung

Im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, bei einem Ausflug im Wald Naturmaterialien zu sammeln. Dazu zählen vor allem Herbstblätter. Doch auch hier ist Vorsicht gefragt, denn es gibt sehr viele Pflanzen, die giftig sind. Gerade Familien mit Kleinkindern sollten deswegen besonders darauf achten, denn die Kleinen können Teile der Pflanze verschlucken. In einigen Fällen können die Blätter bei Berührung eine allergische Reaktion auslösen. Wer eine Nummer sicher gehen will, setzt deswegen besser auf bekannte Baum- und Pflanzenarten mit einer intensiven Herbstfärbung. Solche sind zum Beispiel der Wilde Wein, die Felsenbirne, die Apfelbeeren, der Ahorn und der Amberbaum. Diese Blätter punkten mit einer attraktiven Form und einer gelblich-orange-roten Färbung. Um diese gesättigten Nuancen zu erhalten, können Sie die Herbstblätter mit Wachs konservieren. Zu diesem Zweck verwenden Sie am besten Bienenwachs. Da das Wachs erhitzt wird, sollten Sie mit den Kindern zuerst den sicheren Umgang üben und erklären. Ansonsten besteht Verbrennungsgefahr. Damit Sie die Herbstblätter konservieren können, brauchen Sie folgende Materialien:

Herbstblätter mit Wachs konservieren Anleitung

  • Backpapier oder Frischhaltefolie
  • Herbstblätter
  • eine Pinzette
  • Wachs
  • eine mittelgroße Schüssel und eine kleinere Schüssel oder einen Topf und eine Schüssel

So machen Sie das Herbstlaub mit Bienenwachs haltbar:

Herbstblätter pressen im Buch trocknen und für Deko verwenden

1. Wachs im Wasserbad schmelzen. Zu diesem Zweck einfach etwas Wasser in die größere Schüssel füllen und die zweite, kleinere Schüssel hineinhängen. Das Wachs in die kleinere Schüssel geben und in der Mikrowelle bei mittlerer Stufe ca. 2-3 Minuten erhitzen.

2. Optional können Sie Wachs im Wasserbad auf dem Herd schmelzen. Ähnlich wie bei der Mikrowelle vorgehen, also 200 ml Wasser in den Topf füllen und dann eine Schüssel hineinhängen. Das Wachs in die Schüssel geben, das Wasser im Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und das Wachs schmelzen lassen. Dabei aufpassen, das Wachs darf nicht kochen oder sieden.

Herbstblätter konservieren Anleitung


3. Wenn das Wachs komplett geschmolzen ist, den Topf vom Herd nehmen.

4. In der Zwischenzeit das Laub putzen, mit einem feuchten Tuch abwischen und bei Raumtemperatur trocknen lassen.

5. Dann mit der Pinzette ein Herbstblatt nehmen und durch das Wachs schwenken. Dann das Blatt auf Frischhaltefolie oder Backpapier legen.

6. Weitermachen, bis alle Herbstblätter mit einer dünnen Schicht Wachs überzogen sind. Dann das Laub eine Stunde trocknen lassen.

Die so konservierten Herbstblätter können Sie zur Herstellung von zahlreichen Dekorationen verwenden. Beachten Sie nur, dass sie so leicht zerbrechlich werden.

Herbstblätter trocknen: Anleitung

Herbstblätter pressen im Buch und dann färben

Sie können die Herbstblätter auch mit Salz trocknen. Verteilen Sie Salz auf den Boden eines Backblechs und legen Sie die Herbstblätter darüber. Dann decken Sie das Laub mit einer zweiten Schicht Salz und das Backblech mit Frischhaltefolie ab. Nach etwa einer Woche können Sie die Herbstblätter herausnehmen. Sie können etwas spröde werden und leichter zerfallen, deswegen eignen sich getrocknete Herbstblätter eher für Dekorationen auf Bildern, Leinwänden oder auf dem Tisch.

Herbstblätter pressen und gold färben Anleitung


So sollten Sie das Laub nie trocknen: Trocknen Sie Herbstblätter nie in der Mikrowelle, mit dem Bügeleisen oder im Ofen, denn dann besteht Brandgefahr. Die Herbstblätter können natürlich auch in der Sonne trocknen, allerdings kommt es dann oft zu Verfärbungen und Verformungen. Die in der Sonne getrockneten Herbstblätter werden schnell spröde und lassen sich weder bemalen, noch auffädeln oder zusammenkleben.

Herbstblätter pressen: So geht das

Deko mit getrockneten Herbstblättern selber machen Anleitung

Herbstblätter können Sie übrigens nicht nur trocknen und mit Wachs konservieren, sondern auch pressen. Gehen Sie einfach so vor, als ob Sie Blumen trocknen. Sammeln Sie mehrere dicke und schwere Bücher und legen Sie die Herbstblätter zwischen zwei Blätter Küchenpapier. Dann stecken Sie die Herbstblätter zwischen die Buchseiten und lassen Sie sie dort mehrere Tage trocknen. Sie können zwischendurch prüfen, ob die Blätter getrocknet sind, oder nicht, und das Küchenpapier austauschen. Nach einer Woche sollten die Blätter getrocknet sein. Ähnlich wie bei Blumen verfärben sich getrocknete Herbstblätter und werden goldbraun. Dafür lassen Sie sich aber sehr gut bemalen, zum Beispiel mit Acrylfarben oder mit speziellen Malfarben aus dem Bastelshop. Sie sind auch flach und eignen sich prima zur Herstellung von Herbstkränzen, von bunten dekorativen Bildern und kreativer Wanddeko. Wenn die Saison vorbei ist, können Sie die getrockneten Herbstblätter bis zum nächsten Jahr an einem dunklen und trockenen Ort aufbewahren.

Herbstblätter trocknen Anleitung mit Salz oder Waschpulver

Mit getrockneten Herbstblättern können Sie zahlreiche Dekorationen für Ihr Haus basteln. Sie eignen sich jedoch nicht zum Einsatz im Freien, da sie sehr spröde sind und zerfallen können. Dafür können sie aber problemlos Hitze trotzen, was sie zur perfekten Deko für den Kaminsims macht.

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