Warum schwarzer Kaffee und dunkle Schokolade genetische Vorzüge haben sowie vor Diabetes und Herzkrankheiten schützen

Von Charlie Meier

Eine neue Studie ergab, dass schwarzer Kaffee bei Menschen, die auch gerne dunkle Schokolade essen, die bevorzugte Wahl ist. Laut den Autoren liegt der Grund dafür in ihren Genen. Sie haben herausgefunden, dass Kaffeetrinker mit einer genetischen Variante, mit der sie Koffein schneller verstoffwechseln, bittere Kaffeegetränke bevorzugen. Die gleiche genetische Variante findet sich dementsprechend bei Personen, die bitterere dunkle Schokolade der weicheren Milchschokolade vorziehen. Dies lege jedoch nicht daran, dass sie den Geschmack lieben, sondern weil sie den bitteren Geschmack mit der Steigerung der geistigen Wachheit assoziieren, die sie von Koffein erwarten.

Dunkle Schokolade und schwarzer Kaffee mit Schutzwirkung

schwarzer kaffee in kombination mit bitterschokolade von manchen menschen genetisch bevorzugt

Laut den Studienautoren hängen die entdeckten Genvarianten eher mit einem schnelleren Koffein-Stoffwechsel und nicht mit dem Geschmack zusammen. Ihre Interpretation ist, dass solche Menschen die natürliche Bitterkeit von Koffein mit einer stimulierenden Wirkung auf ihre Psyche gleichsetzen. Dementsprechend lernen sie, Bitterkeit mit Koffein und dem von ihnen empfundenen Schub zu assoziieren, wobei ein erlernter Effekt zu beobachten ist. Wenn diejenigen an Koffein denken, verbinden sie dies mit bitterem Geschmack, also genießen sie schwarzen Kaffee und ebenso dunkle Schokolade. Die Verbindung mit dunkler Schokolade kann jedoch auch damit zusammenhängen, dass diese eine kleine Menge Koffein, aber hauptsächlich Theobromin, enthält. Dies ist eine mit Koffein verwandte Verbindung, die auch als ein Psychostimulans wirkt. Schwarzer Kaffee und dunkle Schokolade senken außerdem auch nachweislich das Risiko für bestimmte Krankheiten. Ein moderater Kaffeekonsum und Verzehr von dunkler Schokolade soll zudem zur Vorbeugung von Parkinson, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und verschiedenen Krebsarten beitragen.

blutzuckermessgerät in einem teller mit käsekuchen neben kaffeetasse

Die Ergebnisse zeigen, dass diese genetischen Varianten dabei helfen könnten, den Zusammenhang zwischen Kaffee und gesundheitlichen Vorteilen genauer zu untersuchen. Laut den Studienautoren ist schwarzer Kaffee im Vergleich zu Kaffeegetränken mit Sahne und Zucker für die Gesundheit sehr unterschiedlich. Darüber hinaus bieten die neuen Erkenntnisse eine präzisere Möglichkeit, den tatsächlichen gesundheitlichen Nutzen des Getränks und anderer Lebensmittel zu messen. Die Vorteile von schwarzem Kaffee basieren auf einem moderaten Konsum von zwei bis drei Tassen pro Tag, so die Forscher. In der aktuellen Studie haben sie genetische und diätetische Daten zur Präferenz verwendet.

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