Im Fastfood gefundene Phthalate könnten zu gestörten Hormonspiegeln und Fettleibigkeit führen

Von Charlie Meier

Für eine neue Studie sammelten Forscher Proben aus mehreren Fastfood-Restaurantketten und testeten diese auf Phthalate und andere schädliche Chemikalien. Wissenschaftler haben bereits herausgefunden, dass Phthalate das endokrine System und damit den Hormonspiegel im Körper stören können. Frühere Untersuchungen haben außerdem auch gezeigt, dass sie bei Kindern Asthma und Fettleibigkeit verursachen könnten.

Phthalate in Lebensmitteln gefunden

phthalate als weichmacher im fastfood oder verpackten lebensmittel gefährden die gesundheit

Bei diesem neuen Versuch bauten die Forscher auf früheren Arbeiten auf, die sie mit Urinproben von Freiwilligen untersuchten. Bei der durchgeführten Analyse konnten sie feststellten, dass diejenigen, die mehr Fastfood zu sich nahmen, tendenziell mehr Phthalate in ihrem System aufweisen. Um mehr über die Verbindung zwischen Nahrung und Phthalat zu erfahren, besuchten die Studienautoren sechs Fastfood-Restaurants in verschiedenen Orten. Das Team konnte so 64 Lebensmittel sammeln, die sie dann als Testproben verwendeten. Sie baten jedoch auch um ein Paar der Plastikhandschuhe, die Lebensmittelzubereiter in denselben Betrieben benutzten, um die Ergebnisse zu vergleichen. Phthalate sind Ester der Phthalsäure und werden häufig als Weichmacher verwendet, um Kunststoffe flexibler zu machen. Frühere Forschungen haben ebenso gezeigt, dass diese chemischen Stoffe auch die Haltbarkeit der Produkte erhöhen können, was sie bei Kunststoffherstellern beliebt macht.

junkfood und burger unterwegs essen

Bei der Untersuchung der Lebensmittelproben fanden die Forscher Dibutyl Phthalate in 81 % der Proben und Diethylhexylphthalat (DEHP) in 70 % davon. Sie stellten außerdem auch fest, dass die Lebensmittel mit den höchsten Konzentrationen auf Fleisch basieren. Solche wären zum Beispiel Cheeseburger oder Burritos. Das Team fand auch andere Chemikalien, wie beispielsweise DINCH, DEHT und DEHA. Diese Chemikalien haben in vielen der gesammelten Proben begonnen, Phthalate zu ersetzen. Die Wissenschaftler weisen jedoch auch darauf hin, dass nicht genau bekannt ist, ob diese Ersatzstoffe bei Einnahme für Menschen schädlich sind. Die Autoren dieser Studie versuchten nicht herauszufinden, wie die Phthalate in Fastfood gelangten. Sie vermuten jedoch, dass es sich um Rückstände auf Gummihandschuhen handelt, die von Köchen bei der Zubereitung verwendet werden. Es wäre auch möglich, dass sie aus Kunststoffverpackungen stammen.

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