Erhöht Paracetamol in der Schwangerschaft das Risiko für Geburtsfehler?

Von Charlie Meier

Ein internationales Forschungsteam hat festgestellt, dass die Anwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft gefährlich für den Fötus sein könnte. In ihrem kürzlich veröffentlichten Artikel raten die Wissenschaftler schwangeren Frauen, solche Schmerzmittel nur dann einzunehmen, wenn diese vom Arzt verschrieben wurden. Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass ihre Studie kein Verbot der Verwendung des Medikaments fordert. Sie schlagen eher vor, dass es von schwangeren Frauen wegen einer möglichen Gefahr von Geburtsfehlern vorsichtiger eingenommen werden sollte.

Warum Paracetamol in der Schwangerschaft gefährlich sein könnte

risiko für geburtsfehler durch regelmäßige einnahme von paracetamol in der schwangerschaft

In ihrer Forschungsarbeit fanden die Wissenschaftler heraus, dass es unter Umständen möglich ist, dass Paracetamol die fetale Entwicklung verändert. Dies könnte in einigen Fällen zu Problemen mit neurologischen, urologischen und reproduktiven Störungen beim Baby führen. Sie beobachteten solche Hinweise auf Geburtsfehler bei einer Reihe von Studienergebnissen. Daher fordern die Studienautoren mehr Forschung, um mögliche Risiken durch das Medikament, das schwangere Frauen einnehmen, besser zu verstehen. Sie bestätigen außerdem auch, dass dieses Arzneimittel das einzige ist, das derzeit zur Schmerzbehandlung für schwangere Frauen verfügbar ist. Darüber hinaus weisen die Forscher darauf hin, dass die medizinische Anwendung von Paracetamol im Allgemeinen gerechtfertigt ist, wenn die Mutter Probleme hat, die sich negativ auf ihr Baby auswirken können. So ein gesundheitlicher Zustand wäre zum Beispiel Fieber. Die Einnahme durch schwangere Frauen hat sich anscheinend in den allgemeinen Gebrauch eingeschlichen. Dementsprechend hat dies den Ruf erlangt, dass Paracetamol als Allzweck-Analgetikum sicher zu verwenden ist.

medikament mit wirkstoff acetaminophen als tabletten in einer verpackung

Die Studienautoren weisen darauf hin, dass sich ihre Empfehlung nicht von dieser der meisten Gynäkologen unterscheidet. Ähnliche Formulierungen erscheinen im Allgemeinen auf Flaschen von Produkten, die auf Acetaminophen basieren, wie zum Beispiel Tylenol. Die Autoren der Konsensus-Erklärung weisen ferner darauf hin, dass sie mit der Veröffentlichung eines solchen Artikels beabsichtigen, erneut und gezielter auf die Möglichkeit seiner Verwendung, die zu bestimmten Geburtsfehlern führt, und auf die Bedingungen, unter denen sie auftreten könnten, aufmerksam zu machen. Diese Studie weist außerdem darauf hin, dass aktuelle Forschungen beispielsweise gezeigt haben, dass die Wahrscheinlichkeit von Schäden mit zunehmender Dauer der Anwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft zuzunehmen scheint. Daher schlagen Wissenschaftler vor, dass schwangere Frauen erwägen, das Medikament zur kurzfristigen Schmerzbehandlung, anstatt als langfristige Lösung zu verwenden.

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