Studie zu Kaffee: Keine Sorgen über Herzrhythmusstörungen durch Koffein

Von Charlie Meier

Bisher warnten Ärzte Menschen, Kaffee zu vermeiden, da Herzrhythmusstörungen durch Koffein auftreten könnten. Es herrschte die allgemeine Meinung, dass Koffein als Nebenwirkung einen ruckartigen Herzschlag auslösen könnte. Eine große neue Studie hat jedoch ergeben, dass die meisten Menschen ihr morgendliches Lieblingsgetränk sorgenfrei genießen können. Koffein scheint laut den Forschern das Risiko für Herzrhythmusstörungen bei der Mehrheit der Bevölkerung nicht zu erhöhen.

Keine Bedenken über Herzrhythmusstörungen durch Koffein

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Laut den Studienautoren könnte es einige Personen geben, bei denen Koffein der Auslöser von Herzproblemen ist. Die zunehmenden Beweise legen jedoch nahe, dass diese Fälle tatsächlich ziemlich selten vorkommen. Die Studienergebnisse zeigen, dass jede zusätzliche, tägliche Tasse Kaffee das Risiko für Herzrhythmusstörungen im Durchschnitt um etwa 3 % senken könnte. Kaffee ist eines der am häufigsten konsumierten Getränke weltweit. Seine Eigenschaften als Stimulans haben jedoch viele Ärzte dazu veranlasst, Herzpatienten vor Kaffeekonsum zu warnen. Um herauszufinden, ob Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen durch Koffein entstehen, analysierten die Forscher Daten von mehr als 386 000 Teilnehmern. Von dieser großen Gruppe entwickelten etwa 17 000 während einer durchschnittlichen Nachbeobachtung von 4,5 Jahren ein Herzrhythmusproblem. Es gab überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Koffein und Herzrhythmusstörungen, selbst als die Forscher genetische Faktoren berücksichtigten, die irgendwelche Art und Weise, wie Menschen Koffein verstoffwechseln, beeinflussen könnten.

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Die Studienergebnisse zeigen, dass es absolut unbegründete Dogmen gibt, dass Kaffee Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Weitere Forschungen sind jedoch erforderlich, um genau herauszufinden, wie Kaffee das Herz beeinflusst. Das Getränk könnte sogar vor Herzrhythmusstörungen schützen. Es hat entzündungshemmende Wirkungen, und Menschen wissen, dass Entzündungsprozesse zu Herzrhythmusstörungen beitragen können, so die Studienautoren. Es könnte auch sein, dass Koffein manche Personen dazu motiviert, körperlich aktiver zu sein. Dies könnte das Risiko von Herzrhythmusstörungen noch verringern. Wenn Menschen jedoch über Herzklopfen berichten, das mit Kaffee oder koffeinhaltigen Getränken korreliert zu sein scheint, könnte sich der Versuch, Kaffee einzuschränken, lohnen. Für die meisten Fälle haben die Forscher in dieser Studie den Kaffeekonsum nicht als Auslöser von Herzproblemen identifiziert.

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