Deswegen sind Naturgeräusche gesund und helfen den Alltagsstress abzubauen und Schmerzen zu lindern (Studie)

Autor: Olga Schneider

Grillenzirpen, Baumblätter, die im Wind rascheln, Wasserplätschern und Geräusche von Wasserspielen: Seit langem ist bekannt, dass Naturgeräusche gesund sind und entspannend wirken. Die Ergebnisse einer neuen Studie weisen darauf hin, dass Naturgeräusche sogar eine schmerzlindernde Wirkung haben.

Deswegen sind Naturgeräusche gesund: Forscher analysieren Studienergebnisse

Naturgeräusche gesund in Naturparks und Stadtparks

Das Forscher-Team aus Wissenschaftlern der Carlton Universität in Ottawa, Kanada, der Universität in Colorado und der Michigan Universität in den USA hatte insgesamt über 30 Studien zum Thema „Naturgeräusche und ihre Wirkung auf die Menschen“ vertieft analysiert. Die Analyse ergab, dass verschiedene Naturgeräusche sich unterschiedlich auf unsere mentale und körperliche Gesundheit auswirken. Vogelzwitscher kann zum Beispiel helfen, den Alltagsstress loszuwerden, Geräusche von plätscherndem Wasser haben eine blutdrucksenkende und schmerzlindernde Wirkung. Als besonders gesund und vielseitig einsetzbar erweist sich das Meeresrauschen, das bei den ersten zwei Phasen der natürlichen Geburt eingesetzt wird. Immer öfter werden Naturgeräusche auch bei Menschen mit Schlafstörungen erfolgreich eingesetzt.

Woran liegt aber die beruhigende Wirkung der Naturgeräusche? Die Wissenschaftler vertreten die Meinung, dass dabei die menschliche Evolution eine entscheidende Rolle spielt. Noch vor weniger als hundert Jahren hatte der Mensch eine sehr enge Beziehung zur Natur und nahm Geräusche als Signale für Sicherheit wahr. Selbst, wenn wir heutzutage in Großstädten leben, empfinden wir Naturgeräusche immer noch als beruhigend.

Naturgeräusche in Natur- und Stadtparks

Naturgeräusche gesund Wassergeräusche entspannen Windgeräusche beleben

Natur- und Stadtparks erweisen sich als sehr wichtig für unsere körperliche und geistige Gesundheit. Menschengemachte Geräusche wie Straßenlärm oder Gespräche führen zu einer Lärmverschmutzung, die nur durch regelmäßige Spaziergänge in der Natur zu bekämpfen ist. Am besten eignen sich laut den Forschern Naturparks, die jährlich weniger als 370 000 Besucher haben. Naturparks, die sich in der Nähe von Großstädten befinden, haben deutlich mehr Besucher und dementsprechend ein höheres Niveau der Lärmverschmutzung. Trotzdem gelang es den Forschern auch in Stadtparks die Geräusche zu messen und in zwei Gruppen aufzuteilen – Naturgeräusche und menschengemachte Geräusche. Die erste Gruppe war über 70 % der Zeit zu hören, wobei Geräusche von Tieren deutlich zu unterscheiden waren.

Zu der Studie

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