Nagelpilz behandeln: Welche Hausmittel gegen Nagelpilz helfen wirklich und welche sind die häufigsten Ursachen und Symptome?

von Lisa Hoffmann
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Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm auch die Zeit der kurzen Röcke, luftigen Kleider und schicken Sandalen. Schöne und gepflegte Füße sind zwar das ganze Jahr über sehr wichtig, aber unsere neuen Sommerschuhe sehen gleich viel besser aus, wenn unsere Fußnägel gut gepflegt und hübsch lackiert sind. Doch leider erwartet uns oftmals eine böse Überraschung – unsere Nägel wirken irgendwie verfärbt und glanzlos. Dann kann es sein, dass Sie es mit einer Nagelpilzinfektion zu tun haben. Nagelpilz kommt selbst bei perfekter Hygiene vor und gehört tatsächlich zu den häufigsten Erkrankungen am Fuß. Das ist aber längst kein Grund für Panik und Sie müssen nicht gleich zum Arzt rennen. Es gibt viele effektive Hausmittel, mit denen Sie Nagelpilz behandeln können. Welche diese sind und wie können Sie eine Infektion erkennen, verraten wir Ihnen gleich in unserem Artikel!

Nagelpilz Ursachen

Nagelpilz erkennen und behadeln Fußpflege im Sommer

Nagelpilz (Onychomykose) ist viel mehr als ein rein kosmetisches Problem und wenn man es nicht rechtzeitig behandelt, werden die befallenen Nägel zerstört. Die Infektion dehnt sich zuerst über den betroffenen Nagel aus und später auch über die übrigen Nägel. Laut Statistiken sind mehr als 14 Millionen in Deutschland von einer Nagelpilzinfektion betroffen, aber nur die wenigsten wissen, was diese begünstigt. Am häufigsten wird Nagelpilz durch Fadenpilze, oder auch Hefe- und Schimmelpilze verursacht. Zudem ist Nagelpilz oftmals die Folge einer unbehandelten Fußpilzerkrankung, welche sich dann auf die Nägel ausbreitet. Und hier sind einige der häufigsten Ursachen für Nagelpilz im Überblick:

  • Wenn Sie unter Schweißfüßen leiden oder im Sommer nicht-atmungsaktive Schuhe tragen.
  • Schwaches Immunsystem
  • Krankheiten wie Diabetes, Schuppenflechte, Neurodermitis oder Venenschwäche
  • Enorme Fuß-Belastung durch Sport
  • Barfußlaufen in Sportanlagen, Duschen, Freibäder und überall dort, wo viele Menschen unterwegs sind
  • Unsachgemäße Fußpflege
  • Kunstnägel und Nagellack

Wie lässt sich eine Nagelpilzinfektion erkennen?

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Eine Nagelpilzinfektion macht sich zuerst durch eine leichte und kaum sichtbare Verfärbung des Nagels bemerkbar. Wenn Sie den Nagelpilz nicht sofort behandeln, werden die Nägel brüchig und es kann zu Rissen kommen. Bei einer fortgeschrittenen Infektion wird der Nagel vollständig zerstört und löst sich in der Regel vom Nagelbett. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch sehr schmerzhaft. Nagelpilz verschwindet leider nicht von sich selbst und in einigen Fällen kann es sogar mehrere Monate dauern, bis er vollständig ausgeheilt ist. Die gute Nachricht ist, dass es viele tolle Hausmittel gibt, mit denen Sie den Nagelpilz im Anfangsstadium behandeln können.

Nagelpilz behandeln mit Apfelessig

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Wenn es darum geht, Nagelpilz zu behandeln, gilt Apfelessig als DAS Hausmittel Nummer 1. Da die Pilze ein neutrales oder basisches Milieu zum Wachsen brauchen, kann Essig diese durch seinen Säuregehalt erfolgreich bekämpfen. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, verwenden Sie dafür einen Apfelessig mit mindestens 5 Prozent Säuregehalt. Um Essig gegen Nagelpilz anzuwenden, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Wahl. Sie können den betroffenen Nagel mehrmals am Tag mit einer Watte damit tupfen oder alternativ machen Sie ein Fußbad mit Essig. Fürs Fußbad mischen Sie Essig und lauwarmes Wasser im Verhältnis 2:1 und baden Sie Ihre Füße oder Hände für 15-20 Minuten. Dann gut abtrocknen und den Vorgang am besten morgens und abends wiederholen.

Teebaumöl gegen Nagelpilzinfektion

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In Sachen Haut- und Nagelpflege gilt Teebaumöl als ein echtes Multitalent. Es ist also keine Überraschung, dass man damit auch Nagelpilz behandeln kann. Dank seiner antiseptischen und antimykotischen Eigenschaften kann Teebaumöl gegen Nagelpilz helfen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Terpinen-Anteil im Teebaumöl mindestens 30 Prozent beträgt und wählen Sie am besten hochwertige Produkte in Bio-Qualität. Um Nagelpilz mit Teebaumöl zu behandeln, tragen Sie ein paar Tropfen davon auf alle Nägel auf – damit vermeiden Sie, dass sich die Infektion ausbreitet. Um eventuelle Hautirritationen zu vermeiden, verdünnen Sie das Teebaumöl mit etwas Wasser.

Mundwasser als Geheimtipp bei Nagelpilz

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Nagelpilz behandeln mit Mundwasser? Das klingt im ersten Moment vielleicht etwas seltsam, kann aber tatsächlich wahre Wunder bewirken. Schließlich tötet Mundwasser Bakterien und Keime in unserem Mund ab, oder? Die darin enthaltenen Inhaltsstoffe wie Eukalyptus, Menthol und Thymol haben nicht nur eine antibakterielle, sondern auch eine antimykotische Wirkung. Und genau das macht Mundwasser zu einem der besten Hausmittel gegen Nagelpilz. Streichen Sie etwas Mundwasser auf die betroffenen Nägel und lassen Sie es für 10 Minuten einwirken. Dann die Füße gut abspülen und den Vorgang mindestens zweimal am Tag wiederholen. Alternativ können Sie ein Fußbad aus Mundwasser und Wasser im Verhältnis 2:1 machen und Ihre Füße für 20 Minuten baden.

Kann man mit Natron Nagelpilz behandeln?

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Natron wird nicht nur zum Backen verwendet, sondern gehört tatsächlich zu den vielseitigsten Hausmitteln überhaupt. Daher ist es keine Überraschung, dass man damit auch Nagelpilz behandeln kann. Durch die antimykotischen und antiseptischen Eigenschaften kann Natron die Pilze abtöten und übernimmt zudem die überschüssige Feuchtigkeit aus den Nägeln. Mischen Sie einfach eine Paste aus Backpulver und etwas Wasser und tragen Sie die Mischung auf die betroffenen Nägel auf. Für 10-15 Minuten einwirken lassen und gründlich mit warmem Wasser abspülen. Hier ist aber etwas Vorsicht geboten: Verwenden Sie nur Natron und kein Backpulver!

Nagelpilz behandeln: Wann sollten Sie zum Arzt?

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Ist die Infektion immer noch im Anfangsstadium, können Sie den Nagelpilz mit den obigen Hausmitteln behandeln. Doch wenn Sie bei regelmäßiger Anwendung und nach ungefähr 10 bis 14 Tagen keine Ergebnisse sehen oder der Zustand sich verschlechtert, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Nagelpilzinfektionen sind in der Regel sehr hartnäckig und bei einer falschen Behandlung kann es zu schlimmeren Komplikationen kommen. Auch wenn Sie starke Schmerzen spüren, sollten Sie den Nagelpilz medizinisch behandeln lassen. Um die richtige Therapie für Sie zu finden und festzustellen, um welche Art von Pilzen es sich handelt, macht dann der Arzt verschiedene Proben und Analysen. Denn nur, wenn Sie die genaue Ursache kennen, können Sie den Nagelpilz erfolgreich bekämpfen. Im Zweifelsfall machen Sie also keine Experimente und wenden Sie sich an einen Arzt.

Geheimtipp bei Nagelpilz Fuß Hygiene im Sommer

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